Erfolgreiche Jungjournalisten ergattern zweiten Platz

Erfolgreiche Jungjournalisten ergattern zweiten Platz

Die Begeisterung, mit der die Schüler der Realschule plus ihre Zeitung gestalten, hat sich ausgezahlt: Der Igel belegt bei einem Schülerzeitungswettbewerb den zweiten Platz aller Realschulen.

Prüm. Preisverleihungen sind die Redakteure der Schülerzeitung Igel der Realschule plus in Prüm gewöhnt. Seit 1998 haben sie jede Menge Preise abgestaubt. Mit der aktuellen Ausgabe vom Juni 2010 sind sie in die bundesweite Spitze vorgedrungen. Beim Schülerzeitungswettbewerb der Jugendpresse Deutschland zusammen mit der Kultusministerkonferenz belegt der Igel den zweiten Platz aller Realschulen in Deutschland. Lediglich die Zeitung iSchool der Realschule Taufkirchen (Bayern) wurde besser bewertet.

"Zweitbeste Schülerzeitung in ganz Deutschland - das muss man erst mal auf sich wirken lassen", sagt Schülerin Daniela Kuhlen (9a). "Das ist schon toll, wir haben uns ziemlich gefreut. Große Klasse!", sagt Michael Schilz, Chefredakteur des aktuellen Jahrgangs. Er ist seit fünf Jahren dabei und hat auch an der preisgekrönten Ausgabe mitgewirkt - wenn auch nicht als Chefredakteur. Das waren Jana Rosch und Sarah Urbanus, berichtet Betreuungslehrer Hans Volkmar Herbst. Die Schülerinnen seien aber mittlerweile von der Schule abgegangen. "Es ist natürlich schade, dass sie jetzt nicht mehr dabei sind."

Herbst hat den ursprünglich 1980 gegründeten Igel 1993 wiederbelebt, nachdem er 1988 wegen mangelnden Interesses seitens der Schüler eingestellt worden war. Seitdem reiht sich Erfolg an Erfolg: 1998 gewannen drei Schüler beim Spiegel einen ersten Preis für die beste aktuelle Satire, 2001 erreichte man den ersten Platz aller Realschulen in Rheinland-Pfalz und gewann den Preis für das beste Layout, weitere Preise folgten 2003 und 2005.

Doch was ist das Geheimnis des Erfolgs? "Ich glaube, das ist einfach die große Begeisterung, mit der die Schüler bei der Sache sind", sagt Herbst. Schülerin Anke Maus ergänzt: "Ich denke, dass die Zeitung einfach für alle Altersklassen zu lesen ist, ob in der fünften oder der zehnten Klasse."

Nun folgt einer der absoluten Höhepunkte in der Zeitungsgeschichte: Zur Preisverleihung dürfen zwei Redaktionsmitglieder nach Berlin fahren, wo ihnen die Bundesratspräsidentin Hannelore Kraft den Preis überreichen wird. Der Erfolg hatte sich abgezeichnet: Beim Wettbewerb des Trierischen Volksfreunds hatte der Igel ebenfalls alle Konkurrenten hinter sich gelassen.

Außerdem ist der zweite Platz mit 500 Euro dotiert. "Was wir damit machen, wissen wir noch nicht, weil wir im Moment sehr gut ausgestattet sind", sagt Herbst. "Aber ich denke, dass wir auf jeden Fall einen Teil in Eis und oder Pizza für die Redaktion investieren werden." ch