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Ergreifender Weg zum Kreuz

Ergreifender Weg zum Kreuz

Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Nach der Premiere der Passionsspiele 2008 in Wallersheim waren die Zuschauer tief beeindruckt von der Darstellung des Leidens und Sterbens Jesu Christi.

Wallersheim. Es ist eine ganz besondere, eine einnehmende Atmosphäre. Und sie lässt keinen der Zuschauer unberührt. Das Kirchenschiff der Pfarrkirche St. Nikolaus in Wallersheim wird beherrscht vom Bühnenaufbau, der das Geschehen eindrucksvoll aufnimmt. Beeindruckend auch die große Zahl der Darsteller in zeittypischen Kostümen. Mehr als 100, junge und alte.Nach 1987, 1992, 1997 und 2002 stellen die Mitglieder der Pfarrgemeinden Büdesheim, Fleringen und Wallersheim die Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu Christi in der Fastenzeit bis Karfreitag noch weitere 14 Mal vor. 350 Sitzplätze sind in der Pfarrkirche so aufgebaut, dass jeder Besucher das Geschehen gut verfolgen kann.Die Menschen im Kirchenraum sind schon bald mehr als bloße Zuschauer. Sie fühlen sich einbezogen in die Passion des Herrn. Sie werden zu Mitwirkenden. Sie begleiten das Geschehen vom Einzug in Jerusalem bis zum Tod am Kreuz. All das geschieht in eindrucksvollen Bildern. Die Bibel lebt.Große Nachfrage auch aus Nachbarländern

Mehr als 100 Darsteller wirken bei den Passionsspielen in der Pfarrkirche St. Nikolaus mit. Foto: Fotostudios Nieder

Besonders beeindruckend ist der Jesus-Darsteller. Meinrat Bohn aus Rommersheim verkörpert die Hauptrolle mit einer überzeugenden Darstellung in Sprache und Bewegung. Die Szenen bis zum Ende, wenn der tote Christus vom Kreuz abgenommen ist und auf dem Schoß seiner Mutter liegt, bewegen die Zuschauer. Sie leiden mit. Und es ist anstrengend. Die meisten sind es nicht gewohnt, nahezu drei Stunden ohne Unterbrechung zu sitzen und zuzuhören.Hans Fomin, Leiter der Passionsspiele: "Endlich ist es losgegangen. Wir haben seit August geprobt und sehr viel Arbeit investiert. Ich denke, die Premierenvorstellung ist uns gelungen. Nun liegt noch viel Arbeit vor uns."Überraschend für Fomin war die frühzeitige und große Nachfrage aus dem ganzen Bistum Trier, aus Luxemburg, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden.Bis zum 21. März folgen weitere 14 Vorstellungen in Wallersheim. Karten und Informationen gibt es unter Telefon 06558/900861 und im Internet unter www. passionsspiele wallersheim.de UMfrage Irene Wenzel aus Baustert: "Ich bin einmal mehr begeistert. Besonders gut gefallen hat mir der Jesus-Darsteller. Seine Stimme hat die Rolle und seine Darstellung stark geprägt. Die Vorstellung macht nachdenklich." Claus Demgenski aus Aachen: "Ich hatte es nicht so professionell erwartet, bin positiv überrascht. Die Darsteller haben das Bibelgeschehen lebendig gemacht." Alfred Schmillen aus Prüm: "Die Leistung der Darsteller hat mich sehr beeindruckt. Sie haben die Handlung so dargestellt, dass mir die Geschichte so richtig bewusst wurde. Ich bin noch zu befangen." Agnes Schmitt aus Jünkerath: "Es war sehr ergreifend. Ich bin noch so mit der Geschichte beschäftigt, sie hat mich noch nicht losgelassen. Ich finde die Leistung der Laiendarsteller beeindruckend. Mein Kompliment an die Akteure." (rh)/TV-Fotos (4): Rudolf Höser