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Ermittlungen nicht abgeschlossen: Vergewaltigung in Schönecken

Ermittlungen zur Tat im November 2018 laufen weiter : Mutmaßliche Vergewaltigung in Schönecken: Verdächtige gefunden, aber nicht angeklagt

Der Fall einer mutmaßlichen Vergewaltigung in Schönecken bleibt nach wie vor ungeklärt. Anklage gegen zwei Verdächtige hat die Staatsanwaltschaft bislang nicht erhoben.

Rund ein halbes Jahr nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung in Schönecken laufen die Ermittlungen. Das teilt der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen auf TV-Anfrage mit. Nach wie vor habe die Strafverfolgung keine Anklage erhoben. Dabei gibt es seit Monaten zwei Verdächtige.

Zugetragen haben soll sich der Vorfall am 17. November (der TV berichtete).

Damals feierten im Schönecker Gemeindehaus, Forum im Flecken, mehrere Hundert Menschen eine Oberstufen-Party. Ausgerichtet wurde sie von Schülern des Prümer Regino-Gymnasiums. Sie war aber aber auch offen für Besucher, die keine Schüler waren.

Während der Feier sollen zwei Männer eine 19-Jährige zuerst zu einem Spaziergang an der Nims überredet und sich dann am Flussufer an ihr vergangen haben. So lautet jedenfalls die Version der jungen Frau. Die beiden anderen „Verfahrensbeteiligten“ erzählen offenbar eine andere Geschichte.

Durch Zeugenhinweise hat die Kriminalpolizei Wittlich die beiden Vulkaneifeler etwa zwei Wochen nach dem mutmaßlichen Sexualverbrechen aufspüren können. Beim Verhör machten sie aber „konträre Angaben“, wie Oberstaatsanwalt Fritzen es ausdrückt. Die beiden räumten wohl ein, Kontakt zu der 19-Jährigen gehabt zu haben. Sie bestritten aber, sich strafbar gemacht zu haben. In Untersuchungshaft säßen die beiden derzeit nicht.

Noch immer weiß die Staatsanwaltschaft nicht, was genau passiert ist. Und daher könne sie auch nicht Anklage erheben. Ob es zu einem Verfahren kommen wird, „kann erst nach Abschluss der Ermittlungen und Auswertung aller Ermittlungsergebnisse gesagt werden“, schreibt Fritzen auf TV-Anfrage.

Derzeit warte die Strafverfolgung noch auf die Stellungnahme eines Anwalts von einem der Beteiligten. Mehr wolle er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen – auch aus Datenschutzgründen.