Erst die Schweine, dann die Katze

Erst die Schweine, dann die Katze

BITBURG. (red) Doppeleinsatz für die Bitburger Feuerwehr: Nachdem sie den Brand auf einem Hof in Nattenheim gelöscht hatte, rettete sie noch ein Kätzchen aus Bitburgs Untergrund.

In Bitburgs Altstadt gibt es einiges an alten Gemäuern zu erkunden. Das "dachte" sich auch eine gerade mal vier Wochen alte Katze, die in der Adrigstraße trotz einer zentnerschweren Kalksteinabdeckung einen mittelalterlichen Brunnen auskundschaften wollte. Das Abenteuer endete abrupt mit einem Sturz in den vier Meter tiefen, zum Glück ausgetrockneten Brunnen. Vom Wehklagen des Katzenbabys und deren Mutter aufmerksam geworden, versuchte der Brunnenbesitzer, der auch Mitglied der Bitburger Feuerwehr ist, die Katze aus der misslichen Lage zu befreien, doch die schwere Kalksteinabdeckung ließ sich ohne fremde Hilfe nicht bewegen. Ein herbeigerufener Feuerwehrkamerad wollte gerade mit anpacken, als beide durch ihren Funkmeldeempfänger zum Brand nach Nattenheim (der TV berichtete) gerufen wurden. Statt einer Katze hieß es nun, hunderte von Schweinen vor dem Flammentod zu bewahren. Die Anwohner staunten dann nicht schlecht, als sechs verrußte Feuerwehrmänner mit ihrer Ausrüstung auf dem Rückweg vom Großbrand mit dem großen Löschfahrzeug in der Adrig anhielten, um dort mit vereinten Kräften innerhalb von wenigen Minuten das Kätzchen aus dem mittelalterlichen Verließ zu befreien.