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Erst müssen die Brücken geschlagen werden

Erst müssen die Brücken geschlagen werden

Mit einem "schlüssigen Gesamtkonzept" möchte der Landesbetrieb Mobilität die Anschlussstellen der B 257 zwischen Bitburg und Irrel sicherer gestalten. Erste Gespräche sollen dafür im Herbst mit den betroffenen Gemeinden entlang der Bundesstraße geführt werden.

Bitburg. Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine Fehlplanung. So ist die neue B 257-Brücke bei Messerich, die vor wenigen Wochen fertiggestellt wurde, offensichtlich zu hoch. Vor dem Bauwerk steigt die Straße leicht und dahinter fällt sie wieder ab. Doch dieses leichte Auf und Ab hat seinen Grund. Denn auf dem Streckabschnitt zwischen Birtlingen und Wolsfeld soll die Fahrbahndecke erneuert werden (der TV berichtete).

Bauarbeiten laufen langsamer als geplant



Dabei wird der Straßenverlauf insgesamt etwas höher, so dass im Bereich der Brücke, wo die Straße bereits erneuert wurde, diese Unebenheit wieder ausgeglichen wird.

Ursprünglich war der Deckenausbau bereits für diesen Herbst vorgesehen, doch weil die Bauarbeiten entlang der B 51 im Bereich Meilbrück langsamer vorangehen als geplant, muss auch die Maßnahme an der B 257 verschoben werden. Denn wenn die Europastraße saniert wird, soll der Verkehr in einer Richtung umgeleitet werden. Und weil diese Umleitung über Meckel auf die B 51 führen soll, muss zunächst gewartet werden, bis die dafür notwendige B 51-Anschlussstelle südlich von Meilbrück fertig ist. Das jedoch dauert noch, weshalb die Deckensanierung der Europastraße auf das kommende Jahr verschoben wurde.

Es soll ein "schlüssiges Gesamtkonzept" geben



Das Befahren der neuen Brücke bei Messerich bleibt deshalb zunächst noch etwas holprig, doch gilt dort ohnehin nur Tempo 70. Eine weitere Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Kilometern pro Stunde gilt seit Mitte August an der neuen Anschlussstelle Wolsfeld Nord (siehe Extra). Aufgrund eines schweren Verkehrsunfalls, der sich unmittelbar nach Freigabe der Ortsumgehung Wolsfeld ereignet hatte, wurde die Anschlussstelle bereits vor mehreren Monaten verändert. Doch eine Lösung auf Dauer ist das nicht. Zumindest nicht für viele Menschen aus Wolsfeld.

Im Gespräch ist deshalb ein Sicherheitskonzept für die gesamten Anschlussstellen zwischen Bitburg und Irrel. Und wie Harald Enders, Leiter des LBM Gerolstein, erklärt, soll es dazu im Herbst dann auch endlich die ersten Gespräche mit den Gemeinden entlang der Europastraße geben. Denn während Irrel beispielsweise zwei kreuzungsfreie Anschlussstellen mit Brücken hat, gibt es zwischen Irrel bis Bitburg-Masholder keine einzige. Ziel sei es deshalb, "die gesamte Streckencharakteristik in einem schlüssigen Gesamtkonzept aufzuwerten", sagt Enders. Wie genau dieses Gesamtkonzept im Einzelnen aussehen könnte, sei derzeit jedoch noch offen und hänge von den Positionen der einzelnen Gemeinden ab. Extra Tempo-70-Zonen: In einem Anhörungsverfahren der Kreisverwaltung wurden im Sommer die Anschlussstellen im B 257-Verlauf zwischen Bitburg und Irrel auf die Einrichtung zusätzlicher Geschwindigkeitsbeschränkungen überprüft und in infolgedessen zu den bisherigen Tempo-70-Bereichen (Höhe Messerich und Abfahrt Irrel) in Höhe der Anschlussstelle Wolsfeld-Nord ein zusätzliches Tempolimit eingeführt. An den übrigen Anschlussstellen wurde das für nicht erforderlich gehalten. Ausschlaggebend für die Überprüfung und Umsetzung war nicht zuletzt der entsprechende Antrag eines Bürgers aus Irrel. Dieser hatte beim Verkehrsministerium in Mainz die Einrichtung von Geschwindigkeitsbeschränkungen an allen Anschlussstellen gefordert - zumindest so lange, bis die Anschlüsse verbessert werden. (uhe)