Erst nachbessern, dann einziehen

Erst nachbessern, dann einziehen

Weil letzte Fragen im Brandschutz in der Seniorenresidenz Eifelgold nicht geklärt waren, hat sich die Betriebsaufnahme verzögert. Zwar war das kein Geheimnis, der Betreiber teilte das schon bei der Eröffnungsfeier mit, die Gerüchteküche brodelte trotzdem.

Daleiden. Nach beinahe fünf Jahren Bauzeit wurde im Herzen Daleidens vor zwei Wochen mit einem Festakt die Seniorenresidenz Eifelgold feierlich eingeweiht (der TV berichtete). Etwa 250 Gäste nahmen an der Feier teil. Eigentlich sollte bereits einige Tage später der erste Bewohner in das Haus im ehemaligen Dominikanerinnen-Kloster einziehen - es kam aber zu Verzögerungen, die prompt die Gerüchteküche im Dorf anstachelten.
Stille Post nach der Eröffnung


Man munkele, dass die Seniorenresidenz wegen nicht erfüllter Brandschutzauflagen die Betriebserlaubnis nicht erhalte, teilte eine verunsicherte Leserin uns mit und bat um Aufklärung. Was ist dran an dem Gerücht? Der erste Anruf geht ans Presseamt des Kreises. Es dürfe in solchen Angelegenheiten keine Auskunft geben, die Sache sei aber, soviel dürfe man doch sagen, nicht dramatisch. Auch Andreas Kruppert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, beruhigt: "Nein, die Seniorenresidenz ist nicht gefährdet. Schon bei der Eröffnung sprach man das Thema offen an und wies auf die Verzögerung hin", sagt er. Der Betreiber könne dazu aber mehr sagen - und das macht er auch.
Nachbesserungen im Keller


"Es dauert tatsächlich etwas länger bis zum ersten Einzug als geplant. Aber nicht, weil wir keine Betriebserlaubnis bekommen, sondern weil wir uns mit dem zuständigen Bauordnungsamt in einer Sache nicht einig waren", sagt der Leiter des Hauses, Christoph Schmidt. Während der Betreiber nämlich davon ausgegangen sei, zunächst nur das Erdgeschoss und die beiden Etagen zu nutzen und den Kellerbereich nicht in Betrieb zu nehmen, sei der zuständige Mitarbeiter des Amts davon ausgegangen, dass auch der Keller ans Brandmeldesystem angeschlossen werde.
"In den vergangenen zwei Wochen haben wir nun auch dort alles fertig gemacht", sagt Schmidt. Die Abnahme erfolge nun in den nächsten Tagen, es sei also wirklich nur um ein paar Tage gegangen. "Das haben wir so bei der Eröffnung auch mitgeteilt, dann kam die stille Post in Gang und schnell hieß es, wir dürften gar nicht aufmachen." aff

Mehr von Volksfreund