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Erste Corona-Todesfälle im Eifelkreis und im Landkreis Vulkaneifel

Kostenpflichtiger Inhalt: Pandemie : Alles zu den ersten Corona-Todesfällen in den beiden Eifelkreisen

Nach den beiden 80-Jährigen, die am Wochenende an den Folgen von Covid 19 gestorben sind, gibt es nun den nächsten Corona-Todesfall in der Region: ein 81-jähriger Mann aus dem Eifelkreis.

(de/mh) Ein 81-jähriger Mann aus dem Eifelkreis, der bereits seit einer Woche im Corona-Krankenhaus in Gerolstein lag und dort beatmet werden musste, ist nach Auskunft der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm am frühen Montagmorgen verstorben. Der Mann, der erhebliche Vorerkrankungen gehabt haben soll, wurde zuvor im Bitburger Krankenhaus behandelt.

„Meine Gedanken sind bei der Familie des Verstorbenen, die in diesen besonders schwierigen Tagen und Wochen einen geliebten Menschen verloren hat. Den Angehörigen gilt mein aufrichtiges Mitgefühl“, sagt der Landrat des Eifelkreises, Joachim Streit. Es ist der dritte Todesfall eines an Corona erkrankten Menschen in der Region – darunter bisher zwei Menschen aus dem Kreis Trier-Saarburg und einer aus dem Vulkaneifelkreis.

Der 80-jährige Mann aus der Vulkaneifel ist am Samstag im Marienhaus Klinikum in Gerolstein verstorben (der TV berichtete). Welche Vorerkrankung er hatte, wo er sich infiziert hatte, wie und wann er isoliert worden war und wie er behandelt wurde, darüber machten weder das Gesundheitsamt Daun noch die Klinik Angaben.

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Kreissprecherin Verena Bernardy: „Es handelt es sich um patientenbezogene medizinische Daten, die wir sowohl aus Datenschutzgründen als auch im Hinblick auf einen pietätvollen Umgang gegenüber den Angehörigen nicht mitteilen können und werden. Noch weiter zurückfahren will das zur Corona-Klinik umfunktionierte Krankenhaus Gerolstein fortan seine Informationspolitik. Marienhaus-Sprecher Heribert Frieling sagt: „Wir erteilen keine weitergehenden Auskünfte, da sämtliche Informationen zu den Patienten dem Persönlichkeitsrecht und dem Datenschutz unterliegen.“ Man stehe in ständigem Austausch mit dem Gesundheitsamt, das letztlich die Öffentlichkeit informiere. In den Tagen vor den Corona-Todesfällen in der Klinik in Gerolstein erteilte der Kliniksprecher noch Auskünfte.

Grundsätzlich nimmt die Corona-Klinik in Gerolstein nicht nur Patienten aus dem Vulkaneifelkreis auf, sondern auch aus den beiden Nachbarkreisen Bad Neuenahr-Ahrweiler und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm. In dem Haus stünden 40 Betten ausschließlich für Corona-Patienten bereit, die Kapazität könne auf 80 Betten erweitert werden. Es gibt aktuell vier Beatmungsplätze, die auf maximal elf Plätze aufgestockt werden könnten, sagte der Unternehmenssprecher.

Dort wird unter anderem auch eine Seniorin aus der Bitburger WG der Caritas beatmet. Zwei weitere Senioren aus der WG, darunter auch der 79-Jährige, der zuvor ebenfalls im Bitburger Krankenhaus behandelt wurde, sind nach Auskunft von Caritasdirektor Winfried Wülferath auf dem Weg der Besserung.

Damit gibt es nun vier Corona-Todesfälle in der Region Trier: ein 65-jähriger Mann aus dem Kreis Trier-Saarburg, der am Wochenende vom 28./29. März den Folgen seiner Erkrankung erlegen war, ein 80-Jähriger aus dem Kreis Trier-Saarburg sowie ein 80-Jähriger aus dem Vulkaneifelkreis, die dieses Wochenende an den Folgen von Covid 19 gestorben sind sowie nun 81-Jährige aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm. Zudem ist in Trier vergangenen Montag auch ein Franzose an der Virusinfektion gestroben. Er stammte allerdings nicht aus der Region.

Den acht Bewohner aus der Bitburger Senioren-WG, die vergangene Woche positiv auf Corona getestet wurden (der TV berichtete), geht es den Umständen entsprechend. „Die fünf Bewohner, die weiter separiert und unter Quarantäne in der WG betreut werden, sind nach wie vor stabil“, sagt Wilfried Wülferath, Direktor des Caritasverbands Westeifel, der Träger der Senioren-WG ist. Zwei der Bewohner, die im Gerolsteiner Krankenhaus betreut werden, seien auf dem Weg der Besserung, wie Wülferath sagt, der von Klinik wie auch von Angehörigen informiert wird. Eine Patientin müsse weiter beatmet werden.