Erwartungen weit übertroffen

Erwartungen weit übertroffen

ARZFELD/VIANDEN. (mr) Das vom Trierischen Volksfreund präsentierte Trinitarier-Musikfestival eilt von einem Erfolg zum anderen. Die bisherigen zehn Konzerte mit renommierten Künstlern aus Belgien, Luxemburg und Deutschland haben bislang mehr als 1000 Zuhörer erlebt.

"Was Qualität und Publikumsinteresse angeht, sind die Erwartungen weit übertroffen worden." Patrick Schnieder, Mit-Organisator des ersten grenzüberschreitenden Trinitarier-Musikfestivals, zeigt sich ob des Erfolgs überrascht: "Manche Kirchen waren voll, es war jeweils eine schöne Atmosphäre. Das Experiment bis jetzt ist gelungen." Auch das Fazit von Pascale Van Coppenolle (Vianden), Präsidentin des Vereins "Musiques Ouvert", fällt überaus positiv aus: "Damit hatten wir nicht gerechnet."Viele Kirchen komplett gefüllt

So weckt der Blick in die Zukunft durchaus Lust auf mehr: Zu weiteren elf Konzerten sind die Musikliebhaber noch bis Oktober in bedeutende Kirchen, Kapellen und Orte des Islek eingeladen. Überall steht ihnen ein großer Kunstgenuss bevor. In der Tat sprechen die äußeren Umstände für eine positive Aufnahme der Konzertreihe. Der Publikumszuspruch ist sehr gut, wesentlich besser als von den Veranstaltern kalkuliert. Bei einigen Konzerten waren die Kirchen komplett gefüllt. "Wir sind sehr zufrieden damit, dass auch in relativ kleinen Dörfern dieses Klassik-Festival solche Resonanz findet", urteilen Schnieder und die Musik-Professorin Van Coppenolle, die die künstlerische Leitung dieses Zyklus‘ innehat. Erfreulich sei ebenfalls, dass sich schon ein "Stammpublikum" gebildet habe, das die Reihe begleite und zum Teil von weit her anreise. Ein sehr gutes Zeichen seien zudem die teilweise überschwänglichen Rückmeldungen der Künstler, findet Pascale Van Coppenolle. Einige hätten die besondere Atmosphäre der Konzerte und die Reaktionen des Publikums gelobt und ihre Mitwirkung bei künftigen Veranstaltungen spontan angeboten. Für die zweite Hälfte des "Trinitarier-Festivals" stehen wieder besondere Höhepunkte auf dem Programm. Am 3. April wird in der Kirche in Daleiden die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Unter dem Motto "Jazz meets Organ - Tradition und Improvisation", werden am 2. Mai in Diekirch auch musikalische Grenzen überschritten. Es erklingt Orgelmusik aus Mittelalter, Renaissance und Barock, über die anschließend ein Jazz-Pianist improvisiert. Bemerkenswert auch das Konzert "Mediterraneum" mit dem Ensemble "Oni Wytars", das sich am 27. Juni in der Kirche in Roth der Kunst- und Populärmusik von 1200 bis 1700 in der christlichen und arabischen Welt widmet.Trinitarische Fantasien

Orgelfreunde sollten sich indes bereits jetzt den 12. September vormerken. Dann gastiert der bekannte Wiener Organist Roman Summereder im Rahmen der Basilika-Konzerte unter dem Titel "Trinitarische Fantasien mit Bach und französischer Musik" in Prüm. Dass Kultur in dieser Dimension ohne die Hilfe von Sponsoren nicht zu bieten ist, macht Patrick Schnieder klar. Er dankt neben den schon von Anfang an unterstützenden Unternehmen und Institutionen den neuen Geldgebern RWE und Weiland-Bau. Sein besonderer Dank gilt der Kulturstiftung der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, die mit namhaften Beträgen die kulturelle Initiative unterstützt. Nächstes Konzert: Samstag, 3. April, 20 Uhr, Kirche Daleiden, Aufführung der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Es musizieren: Ensemble Vocal du Conservatoire du Nord und Via Nova Consort Saarbrücken. Leitung: Marc Jacoby. Eintritt: zehn Euro, ermäßigt sechs Euro. Kinder bis zwölf Jahre freie Ticket-Reservierung bei der Tourist-Information Arzfeld unter Telefon 06550/961080 oder unter 00352/839872.