Es geht ans Geld

Nachdem die Umstellung auf die neue Doppik dazu geführt hat, dass der städtische Haushalt 2009 nicht mehr im vergangenen Jahr verabschiedet werden konnte, müssen die Stadtratsmitglieder das jetzt nachholen. Außerdem stehen unter anderem die Bebauungspläne für den Schlachthof und das Ferienhausgebiet "In der Wolfsschlucht" auf der Tagesordnung.

Prüm. (ch) Jetzt ist es amtlich: Die Stadt Prüm hat zum Jahresbeginn 2009 ein Eigenkapital in Höhe von 6 834 769 Euro besessen. Diese Zahl zumindest weist der erste Haushalt nach dem neuen System der Doppik aus, für den sämtliche Besitzungen der Stadt erfasst und bewertet wurden. Wegen dieser äußerst umfangreichen Vorarbeit kann der städtische Haushalt auch erst in der am heutigen Dienstag stattfindenden Sitzung (18.30 Uhr, Ratssaal der Verbandsgemeinde) beraten und beschlossen werden. Der Entwurf sieht einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 410 000 Euro vor, das heißt, dass sich das Eigenkapital der Stadt im laufenden Jahr um diesen Betrag reduzieren wird. Für Investitionen stehen rund 415 000 Euro zur Verfügung.

Rat beschäftigt sich wieder mit dem Schlachthof



Die Grundsteuer A und B werden im Entwurf auf 330 von Hundert festgesetzt, die Gewerbesteuer auf 350 von Hundert. Die Hundesteuer soll künftig 52 Euro für den ersten Hund, 77 Euro für den zweiten und 103 Euro für jeden weiteren Hund betragen.

Außerdem wird auch der Bebauungsplan für den Schlachthof wieder Thema sein. Nachdem im Januar die Anliegen der betroffenen Bürger gehört wurden (der TV berichtete), sollen jetzt auch die Einwände der anderen Träger öffentlicher Belange in der Planung berücksichtigt werden. Außerdem soll der geänderte Planungsentwurf jetzt öffentlich ausgelegt werden. Hintergrund ist, dass der Schlachthof eine Erweiterung anstrebt, um seine Betriebsabläufe zu verbessern. Dazu soll unter anderem ein neuer Wendehammer gebaut werden, damit die anliefernden Lastwagen künftig nicht mehr auf dem Hof rangieren müssen. Außerdem soll der Gang, durch den das Vieh zum Schlachten geführt wird, komplett umschlossen werden, was den nach außen dringenden Lärm verringern soll. Betreiber Klaus-Dieter Fuchs möchte außerdem eine neue Anlage errichten, die die Abwässer vorreinigt, bevor sie in die Kanalisation geleitet werden. Doch die Anwohner befürchten eine verstärkte Geruchsbelästigung.

Im Frühjahr steht dazu der Ausbau der Langemarckstraße an, wenn denn der aktuelle Planungsentwurf des Büros Scheuch vom Stadtrat beschlossen wird. Ein weiterer Punkt wird der Bebauungsplan für das Ferienhausgebiet "In der Wolfsschlucht" sein.