Es geht nicht um Wirtschaftlichkeit

Kommentar zur A60 : Es geht nicht um Wirtschaftlichkeit

Man kann es wohl drehen und wenden, wie man will: Auf der A 60 zwischen Belgien und Prüm ist nach Kriterien des Bundes einfach zu wenig los für einen vierspurigen Ausbau.

Wo immer man die Zählstelle auch aufstellt: Für die Verkehrsplaner ist ein Ausbau nicht wirtschaftlich. Aber muss er das überhaupt sein? Ist nicht Wirtschaftlichkeit überhaupt das falsche Kriterium für eine solche Baumaßnahme?

Schließlich versprechen sich die Eifeler und Belgier von den zwei Zusatzspuren ja nicht Wirtschaftlichkeit, sondern Sicherheit. Immer wieder kommt es auf der Strecke zu Unfällen, weil vor allem ortsfremde Autofahrer nicht mit der Fahrbahnverengung rechnen.

Doch statt die jährlichen Verkehrstoten und Verletzten zum Anlass zu nehmen, endlich die Bagger ins Rollen zu bringen, schaut der Bund seit Jahren stur auf die Verkehrszählungen. Das Praktische daran: Hält er sich an die selbst gesteckten Richtlinien, muss er nicht zahlen.

c.altmayer@volksfreund.de

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