Es gibt keinen Königsweg

Mit seiner Initiative zur Leinenzwang-Regelung macht Wilhelm Jungen mehr, als nur den Finger in die offene Wunde der Behörden zu legen. Er hat einen rechtlichen Missstand nicht nur aufgedeckt, sondern will auch eine Lösungsmöglichkeit aufzeigen, die ebenso rechtlich wasserdicht wie praktikabel sein soll.

Jungen ist kein typischer Querulant, sondern sucht gezielt die Zusammenarbeit mit den Verwaltungen. Ob sein Modell vor Gerichten und vor der Wirklichkeit Bestand haben kann, bleibt abzuwarten. Den Königsweg schlechthin ohne Probleme gibt es sicher nicht, sonst wären ihn die Kommunen längst gegangen. Es geht darum, die Bestimmungen so eindeutig und klar wie möglich und damit bürgerfreundlich und gerecht zu fassen. Dabei Karten und Luftbilder einzusetzen, hat zumindest einen gewissen Charme. Ob das wirklich notwendig und letztlich zielführend ist, steht auf einem anderen Blatt. Der Vorteil der VG Speicher ist, dass sie zumindest schon einmal eine mögliche Variante einer künftigen, detaillierteren Verordnung in der Schublade liegen hat. m.hormes@volksfreund.de