Es gibt nur eine Eifel

Was eine verrückte Woche: Erst hab' ich mir beim Winterreifen-Montieren den Daumen gequetscht, und dann zerquetscht CDU-Kreischef Michael Billen den Traum des Dauner Landrats Heinz Onnertz vom "Vulkaneifelkreis".

Denn wenn Bitburg-Prüm künftig Kreis Eifel heißt, kann Daun nicht Vulkaneifelkreis heißen. Ist doch logisch. Oder, Walburga? Wie, das sind dir zu viele Eifeln? Genau, sag' ich doch. Da haben die Tourismus-Experten es endlich mal geschafft, nach Jahrhunderten der Zersplitterung eine gemeinsame Vermarktungsmaschinerie für die Urlaubs- und Wirtschaftsregion zu bauen. Und dann versuchen es irgendwelche Provinzfürsten wieder mit Klein-klein. Nord-, Süd-, Ost- und Westeifel, Vorder- und Hocheifel, NRW- und RLP-Eifel, deutsche und belgische Eifel. Ich kann's nicht mehr hören. Die Eifel ist nun mal keine Verwaltungseinheit, sondern ein Mittelgebirge, eine Landschaft, die sich nicht am Computer zurechtklicken lässt. Wahrscheinlich will Bernkastel-Wittlich demnächst Kreis Mosel-Eifel heißen. Dem armen Innenminister Karl-Peter Bruch bleibt nichts anderes übrig, als die Anträge aus Daun und Bitburg-Prüm rundweg abzulehnen (sofern sie jemals zustande kommen). Die Eifel ist größer als Bitburg-Prüm, und die Vulkaneifel ist größer als der Kreis Daun. Im Übrigen: Es kann nicht sein, dass die Dauner mit ihrem Mini-Kreis auf einmal den Bitburg-Prümern den Rang ablaufen, statt sich bei der nächsten Gebietsreform von ihrem größeren Nachbarn schlucken zu lassen. Wenn es erst mal soweit ist, können wir gerne noch mal über den neuen Namen reden.

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