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Es steht viel auf dem Spiel in Orenhofen

Kommentar : Es steht viel auf dem Spiel in Orenhofen

Orenhofen braucht seine Grundschule. Denn sie ist entscheidend für das Dorfleben.

Erst schließt der Dorfladen, dann der Getränkemarkt. Die Bankfiliale veschwindet als nächstes. Und inzwischen kommt nichtmal mehr ein Bus. Es ist ein Sterben auf Raten, das derzeit in vielen Eifelorten zu beobachten ist. Und daran, dass vom Dorfleben immer weniger übrig bleibt, ist auch die Landesregierung nicht unbeteiligt. Zur Erinnerung: Vor knapp drei Jahren plante man in Mainz noch sogenannte Zwergschulen zu schließen.

Orenhofen ist damals mit seinen 44 Schülern gerade so davongekommen. Aber wird das Land die kleine Schule wirklich retten, wenn dafür Millionen aufzubringen sind? Die Sorge vor einer Schließung erscheint angesichts dieser Überlegungen zumindest nicht aus der Luft gegriffen.

Für Orenhofen wäre ein Aus der Einrichtung ein weiterer herber Verlust. Denn an einer Schule hängen ja nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer, sondern das ganze Dorfleben. Der Sankt-Martins-Umzug, Kirchenfeste, Kirmes und Karneval — ohne Beteiligung der Einrichtung würden wohl vielerorts die Lichter ausgehen. Die Gemeinde darf sich daher nicht kampflos geschlagen geben und muss alles für den Erhalt tun.

c.altmayer@volksfreund.de