Es war ein guter Prümer Sommer
Prüm · Fröhliches Fest bei weitgehend bestem Wetter: Der Prümer Sommer hat auch in diesem Jahr wieder funktioniert. Erfreulich: Die befürchteten nächtlichen Ausschreitungen blieben, soweit man weiß, diesmal aus.
Prüm. Schön, wenn fromme Wünsche auch mal in Erfüllung gehen: Bei der Vorstellung des Prümer-Sommer-Programms im Mai hatte Organisator Manfred Schuler von der Verbandsgmeinde die Besucher darum gebeten, doch nachts nach den acht Donnerstag-Konzerten bitte friedlich zu bleiben (der TV berichtete).Und das hat offenbar geklappt: "Wir haben dieses Jahr nichts gehört", sagt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy nach dem letzten Party-Abend am Donnerstag mit der Tribut-Show in Anlehnung an die amerikanische Sängerin Pink. "Es war ein guter Prümer Sommer."In den vergangenen Jahren hätten sich immer wieder Bürger bei ihr gemeldet, wenn nachts dann doch beispielsweise Blumenkübel zerdeppert wurden. 2013 wurden Stunden nach einem Prümer-Sommer-Abend gar zwei junge Besucher von drei Männern angegriffen, beraubt und zusammengeschlagen. Die Täter waren schnell ermittelt, landeten vor Gericht, der 24-jährige Hauptverantwortliche wurde zu einer mehr als dreijährigen Haft verurteilt.Diesmal: nichts - zumindest sei ihr nichts zu Ohren gekommen, sagt Mathilde Weinandy. Und auch sonst scheint alles friedlich verlaufen zu sein: "Null Komma Null" Randale habe es auf dem Festplatz gegeben, sagt Markus Pint, der gemeinsam mit Werner Arens die Bewirtung verantwortet. "Es war alles friedlich. Wie immer, wenn nicht gerade zwei Idioten aufeinander treffen." Die Wirte sind zufrieden mit Zuspruch und Umsätzen: "Acht Mal war das sehr gelungen, einmal hatten wir ein bisschen Pech mit dem Wetter, insgesamt aber eine tolle Sache", sagt Pint. Die publikumsstärksten Abende seien der letzte in der vergangenen Woche gewesen, außerdem die beiden Donnerstage mit den Roxxbusters und mit Aischzeit, als an die 3000 Menschen den Platz bevölkerten. Stark gefüllt und bei bester Stimmung rockte der Platz vor der VG-Verwaltung auch an dem Abend Ende Juli, den der TV präsentierte und als "Stainless Quo" einen Hit nach dem anderen über die Rampe brachten. Heißt unterm Strich: "Die 25 000 ist geknackt", sagt Manfred Schuler, "einschließlich des Eröffnungssonntags". Und damit seien sogar noch mehr Besucher dabei gewesen als im vorigen Jahr, da waren es 23 000. "Der Prümer Sommer zieht also auch im 22. Jahr noch", sagt Schuler. "Trotz eines weiter wachsenden Veranstaltungsangebots in der Region. Neben Wetter und Programm ist aber ausschlaggebend fürs Gelingen die Teamleistung - der Wirtegemeinschaft, des Bauhofs der Stadt, der Tontechniker und Elektriker und meiner Arbeitskollegen hier im Haus. Das sind jeden Donnerstag immer um die 60 Personen, die auf dem Platz, aber auch im Hintergrund, ihre Arbeit tun." Und das Lob gelte unbedingt auch "für die Toleranz in der Nachbarschaft".Auch die Stadtbürgermeisterin freut sich darüber, dass der Prümer Sommer keinen Verschleiß zeigt: "Das ist eine Marke für die Stadt", sagt Mathilde Weinandy. "Es ist ja auch nicht die einzige Veranstaltung. Es gibt die Kirmes, die Beach Party in Nimshuscheid, das Felsenfest in Fleringen und vieles mehr. Wir sind da nicht die Einzigen, die was machen". Dass aber trotzdem immer noch so viele Menschen dem Prümer Sommer treu bleiben, "das find ich genial". Dass man bei der Organisation und Finanzierung nicht alleine gelassen wird, vergisst sie ebenfalls nicht, zu erwähnen - und dankt den vielen Sponsoren "und denen, die es machen und sich dafür einsetzen. Toll." Meinung
Alle Wünsche erfülltEin gut gemischtes Programm, fast immer gutes Wetter, friedliche Feiergäste: Der Prümer Sommer hat wieder hingehauen. Den Organisatoren, den Geldgebern und dem Publikum ist zu danken. Das Glück der Tüchtigen blieb den Prümern, die bei ihrem großen Fest alle an einem Strang ziehen, auch diesmal gewogen. Voll verdient. fp.linden@volksfreund.de