Es wird noch lauter

Den Menschen rund um den Hahn, in Binsfeld, Spangdahlem oder in Bitburg muss es in den Ohren klingen. Im Kampf gegen Fluglärm unterstützt die Landesregierung Gemeinden und Bürger.

Solch eine Unterstützung hätten sich viele Menschen rund um die Airbase Spangdahlem und auch in Röhl oder Mötsch gewünscht, als es um ihre Interessen ging. Beim Kampf um Entschädigungen wegen Fluglärms war und ist die Unterstützung durch das Land jedoch gleich null.

Am Ende wird Lärm aus den Ballungszentren in dünn besiedelte Regionen abgeschoben. Das war bei der Verlagerung des militärischen Flugbetriebs von Frankfurt nach Spangdahlem und Ramstein so. Und das soll für den zivilen Flugbetrieb gelten. Dabei wird der Hunsrück-Airport das Stück vom Lärmkuchen abbekommen, das rund um Frankfurt verschmäht wird. Weniger Lärm für Mainz und Bingen bedeutet mehr Lärm für Traben-Trarbach, Bernkastel-Kues oder Morbach.

Diese Entwicklung schadet der Zukunft des Tourismus auch im Moseltal. Dagegen sind selbst Horrorszenarien über Folgen des Hochmoselübergangs ein Klacks. Denn kein Gast kommt zum zweiten Mal an die Mosel, wenn seine Nachtruhe dauernd von Frachtmaschinen gestört wird. Das ist die Kehrseite des Einsatzes der rot-grünen Landesregierung für Bürger im Großraum Mainz. Doch deren Wohl zählt offensichtlich mehr als das Weh der Menschen in der Region.

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