Europa der Regionen

CLERV. (cus) "Bei der künftigen Entwicklung Europas werden die Regionen eine besonders wichtige Rolle spielen." Das hat Luxemburgs Tourismusminister Fernand Boden beim Jahreskongress der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen (Evea) in Clerv betont.

50 Jahre Evea: Im Zeichen dieses Jubiläums standen Festtage im Schloss Clerv. Franz Bittner, Internationaler Präsident der Evea, würdigte die Verdienste der Gründer: "Neue Generationen haben ein Selbstverständnis als Eifeler und Ardenner gelernt und eine Verbindung zur Region gefühlt, die über nationale Grenzen hinaus geht." Die Delegierten aus Luxemburg, Belgien und Deutschland legten die Schwerpunkte ihrer künftigen Zusammenarbeit fest: Stärkung und Weiterentwicklung der bisherigen Aktivitäten in den Bereichen Jugendarbeit, Sport und Freizeitgestaltung, Natur und Landschaft Initiativen und Maßnahmen zum verbesserten Lernen der Sprache des Nachbarn Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit der französischen Sektion der Evea, verstärkte Zusammenarbeit mit der Communauté Française de Belgique und der Région Wallonne. Zum Festprogramm gehörten organisierte Wanderungen durch die Ardennenlandschaft, eine Ausstellung zu 50 Jahren Evea-Geschichte, ein feierlicher Gottesdienst mit dem Kirchenchor, 64 Seiten Festbroschüre mit den wichtigsten Ergebnissen der Zusammenarbeit, eine Multimedia-Präsentation sowie ein Konzertabend mit dem Jugendsinfonieorchester Eifel-Ardennen, jungen Solisten und einer Gruppe belgischer Jagdhornbläser. An die Entscheidungsträger in der Politik richteten die Evea-Vertreter den Appell, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiterhin zu unterstützen. So könnten Ideen entstehen, damit die Region gestärkt in einem weiter wachsenden Europa bestehen könne. 2006 ist die belgische Sektion Gastgeber des Jahreskongresses.