Europa ist um die Ecke

Ende November soll die Erschließungsstraße und damit auch der erste Abschnitt des neuen Gewerbegebiets Zweikreuz bei Irrel seiner Bestimmung übergeben werden. Und nach Auskunft der Verbandsgemeinde sind von der 19 Hektar großen Fläche bereits elf Hektar verkauft.

Irrel. Am Ende steht nicht nur ein "Null auf Null", sondern möglicherweise sogar ein Überschuss. Das zumindest hofft der Irreler VG-Bürgermeister Hans-Michael Bröhl. Er ist zuversichtlich, dass seine Rechnung aufgeht. "Die Dinge sind sehr gut am Laufen", fasst er die Vermarktung des neuen zentralen Gewerbegebiets Zweikreuz zusammen, das derzeit an der B 257-Anschlussstelle zwischen Irrel und Echternacherbrück entsteht. 33 Hektar Gewerbefläche sind es insgesamt, von denen zunächst 19 in einem ersten Bauabschnitt erschlossen werden.

Davon seien bereits elf Hektar verkauft, fügt der Verwaltungs-Chef hinzu. Und zu den sechs Firmen, die sich dort niederlassen, zählen unter anderem ein Bauunternehmen aus Bitburg, ein Hersteller von Beton-Elementen sowie eine Firma, die sich auf die Produktion von Sportrasen-Mischungen spezialisiert habe. Zudem liefen derzeit Gespräche mit drei weiteren Interessenten.

Rund sieben Millionen Euro werden nach Auskunft Bröhls investiert, von denen wiederum sechs Millionen Euro zu 70 Prozent vom Land bezuschusst werden. Voraussetzung für die Landesbeteiligung in dieser Höhe sei allerdings, dass mindestens die Hälfte der Fläche an Firmen verkauft werde, die den Kriterien des Wirtschaftsförderungsgesetzes ebenfalls gerecht würden, erklärt der Bürgermeister, was auch bei allen Unternehmen der Fall sei. "Einzelhandelsgeschäfte werden sich dort nicht ansiedeln", betont Bröhl, "sondern nur Produktionsfirmen." Und im November soll für diese Unternehmen auch die dafür notwendige Erschließungsstraße des Gewerbegebiets fertig sein.

Zweikreuz ist in der Verbandsgemeinde Irrel das einzige Gewerbegebiet dieser Art. Zwar gebe es auch in einzelnen Gemeinden der VG - wie zum Beispiel in Irrel oder Bollendorf - Gewerbeflächen, sagt Bröhl, "doch unsere Entwicklungspolitik ging immer dahin, dass wir nur einen zentralen Standort aufbauen". Und hier sei Zweikreuz mit seiner direkten Anbindung an die Europastraße bestens positioniert.

Extra Zuständig für das neue Gewerbegebiet ist der "Zweckverband Zentrales Gewerbegebiet der Verbandsgemeinde Irrel", an dem die VG mit 49 Prozent beteiligt ist. Die restlichen 51 Prozent teilen sich die Gemeinden Irrel, Minden, Menningen und Echternachberbrück, auf deren Gemarkungen das Gewerbegebiet liegt. Der Eigenanteil der Planungs- und Erschließungskosten wird je nach Anteil am Zweckverband auf die Mitglieder übertragen. Die durch den Verkauf der Gewerbeflächen erzielten Einnahmen fließen in einen gemeinsamen Topf, aus dem dann wiederum die jeweiligen Unkosten der Verbandsmitglieder abgedeckt werden sollen. Die Gewerbsteuereinnahmen gehen nicht an den Zweckverband, sondern an die jeweilige Gemeinde, auf deren Gemarkung das steuerpflichtige Unternehmen seinen Sitz hat. (uhe)