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Europahaus ist Vorzeigeprojekt in Schwirzheim

Europahaus ist Vorzeigeprojekt in Schwirzheim

Heinrich Knauf (CDU) übernahm 2009 die Aufgabe des Ortsbürgermeisters. Als Diplom-Ingenieur für Architektur und Städtebau, verheiratet und Vater von drei Kindern, hängt sein Herz an Schwirzheim.

Schwirzheim. (jtz) Vieles wurde in den vergangenen Jahren in Angriff genommen und der Umbau mit Renovierung des Gemeindehauses konnte 2009 fertiggestellt werden. "Das neu sanierte sogenannte "Europahaus" mit Kindertagesstätte, Jugendraum und Gemeindehalle ist ein vorbildliches Beispiel für ein multifunktionales Gebäude, das nach heutigen Bedürfnissen der Gemeinde ausgerichtet wurde", sagt der Ortsbürgermeister. Die aktive Dorfgemeinschaft mit den starken Vereinen hat über Jahre hinweg die Chance der Dorferneuerung genutzt und zahlreiche Bauernhäuser zu Ferienwohnungen umgestaltet.

Allein fünfmal nahm Schwirzheim am Gebietsentscheid "Unser Dorf hat Zukunft" teil und belegte stets den ersten oder zweiten Platz. Der Ausbau der Kreisstraße mit Gehwegen wirkt sich besonders positiv auf die Dorfgestaltung und Lebensqualität aus. "Wir müssen sparen. Die Investitionen für 2010 belaufen sich auf 29 000 Euro. Auf jeden Einwohner entfallen 525 Euro Schulden", sagte Knauf. Beim Sturm "Xynthia" fielen über 3000 Festmeter Holz. Der Erlös wird teilweise zur Schuldentilgung verwandt. Die Unterhaltung der Wirtschaftswege, die etwa 20 000 Euro kostet, wird aus Mitteln der Jagdpacht bezahlt. "Wir wünschen uns den Radweg auf der Bahntrasse Gerolstein - Prüm. Das wäre die beste und billigste Lösung", sagt Knauf.

EXTRA In Schwirzheim steht mit Datierung auf 1677 das einzige nahezu vollständig erhaltene Wohnhaus des 17. Jahrhunderts im Gebiet des ehemaligen Kreises Prüm. Der Ort hat 436 Einwohner mit Haupt- und 36 mit Nebenwohnsitz. Es gibt 141 Wohnhäuser und 178 Haushalte. An Gewerbebetrieben gibt es eine Autowerkstatt, zwei Schreinereien, eine Heizungsfirma, eine Glaserei, Elektro- und Photovoltaikanlagenfirmen, eine Gastwirtschaft, neun Ferienwohnungen und ein Schullandheim mit 59 Betten. Die landwirtschaftlichen Flächen werden von neun Vollerwerbslandwirten und einem im Nebenerwerb bearbeitet. Zum regen Vereinsleben tragen bei: Tischtennisverein mit 236 Mitgliedern, Sportverein, Frauenverein, Feuerwehr, Möhnenverein, Jugendgruppe, Landfrauen und zwei Tanzgruppen. (jtz)