Experten auf Eifelreise

PRÜM. (fpl) Drei Tage in der Eifel: Der VDL-Bundesverband Agrar, Ernährung und Umwelt tagt im Prümer Kongresszentrum und lernt dabei die Region kennen.

Das mit dem Namen ist gar nicht so einfach: VDL - das Kürzel hat eigentlich keine Bedeutung mehr. Es stand einmal für "Verband der Diplom-Landwirte" in Deutschland. Inzwischen hat sich die Interessenvertretung zwar in "Bundesverband Agrar, Ernährung und Umwelt" umbenannt, die drei alten Buchstaben wurden aber beibehalten. Die Mitglieder sind heute vorwiegend Akademiker aus den Bereichen Landwirtschaft, Ernährungswissenschaft, Landespflege, Umwelt "oder verwandter Disziplinen", wie es auf der Website ( www.vdl.de) heißt.Werbung für die Region

Sie arbeiten lehrend und beratend, meist in gehobenen Positionen bei staatlichen und privatwirtschaftlichen Einrichtungen oder bei den Bauernverbänden, wie Johannes Mücken berichtet, Vorstandsmitglied im Landesverband mit Sitz in Bitburg. Die Rheinland-Pfälzer waren unter anderem bei der Agrar-Verwaltungsreform als Experten eingespannt. Seit Donnerstag sind sie nun Gastgeber bei der Bundesversammlung im Prümer Kongresszentrum. "Aber es geht uns nicht darum, den Verband in den Vordergrund zu rücken, sondern unsere Region", sagt Mücken. "Weil da Leute aus dem ganzen Bundesgebiet anrücken."Hauptsächlich Regularien

Und die, finden Mücken und seine Verbandskollegen, sollen einmal nicht - wie so oft - den Wein als typisches rheinland-pfälzer Produkt präsentiert bekommen, sondern die Eifel: Bei der Eröffnung am Donnerstagabend berichtete unter anderem der Bitburg-Prümer Landrat Roger Graef vom Projekt "Dachmarke Eifel". Das Freitagsprogramm: Besuche beim Milchviehbetrieb von Peter Meutes in Rommersheim, bei der Milch-Union Hocheifel in Pronsfeld und bei der Bitburger Brauerei. Weiter im Angebot: Historische Bausubstanz und umgestaltete Bauernhöfe mit Fachfrau Marie-Luise Niewodniczanska sowie eine Verkostung regionaler Produkte in fester und flüssiger Form. Die Bundesversammlung ist am Samstag - aber da stehen hauptsächlich Regularien auf der Tagesordnung.