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Experten der Kripo jagen die Brandstifter

Experten der Kripo jagen die Brandstifter

Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe geschaffen, in deren Verantwortung die Serie der Brandstiftungen liegen wird. Ihr Name: Ruwertal. "Die Gruppe besteht aus sehr erfahrenen Beamten der Kripo", sagt Polizei-Sprecher Karl-Peter Jochem. Die Polizei kündigt außerdem an, im Ruwertal verstärkt Streife zu fahren.

Trier/Ruwer. Ein oder mehrere Brandstifter sind im Ruwertal unterwegs, daran besteht nach Ansicht der Polizei kein Zweifel. Zwar gibt es zurzeit weder eine heiße Spur noch konkrete Hinweise möglicher Augenzeugen, doch die Brände einer Doppelhaushälfte, einer Scheune und jetzt auch zweier Gebäude am Fischweg sind in den Augen der Ermittler das Werk eines Einzeltäters oder einer Gruppe.
Mehr Streifen im Stadtteil


"Wir gehen mittlerweile fest davon aus, dass es sich um eine Serie von Brandstiftungen handelt", erklärt Polizeisprecher Karl-Peter Jochem einen Tag nach dem jüngsten Großbrand in Ruwer. Einen ersten Verdacht auf Brandstiftung hatte die Polizeiinspektion Schweich bereits am Sonntag gemeldet (der TV berichtete). Die Polizei will mehr Streifen in den Stadtteil Ruwer und die angrenzenden Orte innerhalb der Verbandsgemeinde Ruwer schicken.
Der WEAG & Mohr GmbH gehört das Hochsilo aus Stahlbeton in der Ortsmitte von Ruwer, das mit Holzpellets gefüllt ist und vom Brand nicht betroffen war. "Das direkt vor dem Silo liegende Gebäude, in dem das Feuer entstanden ist, war dagegen nicht mit Pellets gefüllt", erklärt Geschäftsführer Lutz Gubernator im Gespräch mit dem TV.
Beamte beantworten Fragen


Auch das zweite brennende Gebäude, dessen für Montag geplanter Abriss wieder abgesagt wurde, sei leer gewesen, erklärt dessen Eigentümer Peter Weber.
Heute wird das Sicherheitsmobil des Polizeipräsidiums Trier von 10 bis 15 Uhr auf dem Parkplatz an der Einmündung Ruwerer Straße/Fischweg stehen. Die Beamten werden Fragen der Anwohner beantworten sowie Rat und Hilfe anbieten.
Die Kripo bittet weiterhin die Bevölkerung um Hilfe bei der Aufklärung der Brandstiftungen. Hinweise werden unter 0651/9779-2290 oder 0651/9779-2211 entgegengenommen.