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Flurnamen Flurnamen sind die überlieferten Namen von Landschaftsteilen wie Bergen, Tälern, Wäldern, Fluren, Mooren oder Wegen. Im Vermessungswesen bezeichnet man als Flurnamen Gruppen von land- oder forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken (Parzellen) auf den Gemarkungen einer Gemeinde.

Meist handelt es sich bei Flutnamen um althergebrachte Lage- oder Nutzungsbezeichnungen wie zum Beispiel "Vor den Tränken", "Beim Klingelborn", "Im Messflur", "Gänseweide" oder "Schafsheide". Oft haben Flurnamen Bezüge zu ehemaligen Eigentümern: "Kirchhuf", "Bischofswiesen", "Herrenbungert" oder "Scholzenheck". Die Flurnamen sind auch in den Flurkarten der Katasterämter eingetragen. Die Straßenbezeichnungen in den Neubaugebieten der Städte und Gemeinden, die auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen entstanden sind, orientieren sich häufig an den alten Flurnamen des Gebiets. (js)