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Familienberaterin Die Diplom-Sozialpädagogin Claudia Aßmann-Bach leitet Gesprächsgruppen für Pflege- und Adoptiveltern. Sie ist in Krisensituationen auch Ansprechpartnerin für Pflegefamilien. Da sie eng mit dem Jugendamt zusammenarbeitet, weiß sie, dass die Mitarbeiter dort sich viele Gedanken um das Wohl jedes Kindes machen.

Es würden von Seiten des Jugendamts viele Hilfen angeboten, bis ein Kind aus der Familie genommen werde. "Es ist aber auch sehr schwer, Mütter zu unterstützen, die nicht unterstützt werden wollen", weiß die Familienberaterin aus langjähriger Erfahrung. "Wichtig ist, dass zum Wohl des Kindes entschieden wird. Es kann nicht sein, dass ein Kind um jeden Preis bei seinen Eltern bleiben muss", sagt sie. Wenn das Jugendamt ein Kind aus seiner Ursprungsfamilie nehme, dann sei das nicht Herzlosigkeit, sondern oft die letzte Möglichkeit. "Innerhalb weniger Wochen bekommen vernachlässigte, misshandelte Kinder Schrammen für ihr ganzes Leben", weiß Claudia Aßmann-Bach. Es sei ein großes Glück, dass es Pflegefamilien gebe, die sich mit viel Kraftaufwand und Verantwortungsbereitschaft dieser oft belastenden Aufgabe stellen.