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Zufluchtsort für Prümer Mönche Der französischer Herrscher Pippin der Kleine schuf das Fundament zur berühmten Abtei Prüm und schenkte dem aufstrebenden Kloster zahlreiche Liegenschaften. Zweimal überfielen jedoch Horden des räuberischen Seefahrervolks der Normannen Prüm und zogen mit wertvollen Schätzen ab.

Die Mönche des Klosters Prüm hatten von der zweiten Annäherung der Normannen um 892 erfahren und flüchteten zum größten Teil. Den Zufluchtsort beschreibt der Chronist als eine neu errichtete Burg auf einem hohen steilen Berg, etwa eine Tagesreise weit Richtung Ardennen. Alle Angaben deuten auf Dasburg hin. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg Dasburg findet sich im Güterregister der Abtei Prüm aus dem Jahr 1222. Sie ist als Lehen an die Grafen von Vianden, Herren von Dasburg vergeben. Später wird die Aufteilung wie folgt beschrieben: Im südlichen Teil des Bergkegels stand das neue zweistöckige Herrschaftshaus. Daran schlossen sich zwei ältere Flügel mit Küche und Gesinderaum an. Die Kapelle lag im westlichen Teil. Zu dem Vorhof im Norden gelangte der Besucher durch ein mächtiges Tor. Es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, mittlerweile aber teilweise wiederhergestellt. Ein viereckiger und ein runder Turm überragten das Ganze. Zwei Kränze, die äußere und innere Ringmauer, schlossen das Burggelände ab. (cus)