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Passivhaus Passivhäuser nutzen die vorhandenen Energien im Gebäude (Körperwärme der Menschen, Beleuchtung, elektrische Geräte) plus die Sonne. Für Uppershausen ist eine Holzrahmenkonstruktion mit ausgeklügelter Dämmtechnik geplant.

"Das hat den Effekt einer Thermoskanne - die Wärme wird im Gebäude gehalten", sagt Hajo Edelhoff von der VG-Verwaltung Neuerburg. Fenster gibt es bevorzugt an der Südseite. Über eine Permanentlüftung mit geringem Strombedarf wird die verbrauchte Luft nach außen geblasen, und die eingehende Luft wird erwärmt. "Der Gesamtenergiebedarf liegt bei einem Passivhaus als Faustregel unter einem Liter Heizöl pro Quadratmeter im Jahr. Die meisten Dorfgemeinschaftshäuser verbrauchen hingegen Energie, auch wenn sie nicht genutzt werden, denn sie dürfen nicht einfrieren", erklärt Edelhoff. Die Baukosten liegen etwas höher als bei konventioneller Bauweise. Dafür wird ein Großteil der Betriebskosten eingespart. Noch ist die Passivhaus-Technik nicht weit verbreitet, weil falsche Vorstellungen kursieren und das Vertrauen von Architekten und Bauherren fehlt. "Man hört zum Beispiel immer wieder, dass man in einem Passivhaus kein Fenster öffnen darf, weil sonst zu viel Wärme verloren gehe", sagt Edelhoff. "Das stimmt aber nicht. Wenn jemand das Bedürfnis hat, mal ein Fenster zu öffnen, kann er das ohne weiteres tun."(cus)

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