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Stimmen zum Gewerbegebiet "Was wir hier machen, ist alles genehmigt worden", sagt HORST BACKES, ein Geschäftsführer der Stadtkyller Asphaltwerke. Die Kehrmaschine werde nach Bedarf eingesetzt.

Saisonbedingt angewachsene Materialhaufen würden innerhalb weniger Monate abgebaut. Insgesamt hat die Backes-Gruppe rund 200 Mitarbeiter. Von WERNER ARENZ (CDU), Bürgermeister und Vorsteher des Zweckverbands Auf Zimmers, fühlen sich die Firmen PalNet und Brauers mit dem Problem allein gelassen. Das wiederum kann Arenz nicht verstehen, da Verwaltung und Zweckverband schon bei der Ansiedlung von PalNet und zuletzt auch bei den Expansionsplänen der Firma immer geholfen hätten. "Ich bin froh, dass alle Firmen im Gewerbegebiet sind und bei Backes sogar weitere Investitionen geplant sind", betont Arenz. Vor der Backes-Ansiedlung sei mit allen Fachbehörden und dem Investor an einem Tisch geprüft worden, was geht, und was nicht geht. Die Straßenverschmutzung sei bei weitem nicht so dramatisch, wie von den Beschwerdeführern behauptet. Arenz: "Ich war oft vor Ort wegen irgendwelcher Kleinigkeiten. Offenbar gibt es Kommunikationsprobleme zwischen den Firmen." Der Verweis der Firma Brauers auf den verlorenen Auftrag als angebliche Folge der Staubbelastung sei nach dem Kenntnisstand der Verwaltung ein "vorgeschobenes Argument". Für NIKOLAUS SIMON (CDU), Ortsbürgermeister von Stadtkyll und stellvertretender Vorsteher des Zweckverbands, sind die Beschwerden ebenfalls nicht nachvollziehbar: "So weit ich vor Ort war, habe ich keine übermäßigen Verschmutzungen gesehen." Den Kauf des an PalNet angrenzenden Grundstücks durch die Stadtkyller Asphaltwerke vor Jahren habe PalNet mitbekommen und dürfe sich deshalb nicht wundern über den Betrieb. Durch die Ansiedlungen im Gewerbegebiet nehme der LKW-Verkehr zwar zu, erklärt Simon. Aber negative Folgen für den Status Stadtkylls als Luftkurort befürchtet der Ortsbürgermeister deshalb jedoch nicht: "Die alle zehn Jahre fällige Luftmessreihe läuft aktuell und wird 2007 abgeschlossen. Ich glaube nicht, dass wir Probleme bekommen. Die Anlagen der Firmen sind mit Filtern auf dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet." (cus)