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Extremlauf mit neuen Gemeinheiten

Extremlauf mit neuen Gemeinheiten

Es konnte niemand behaupten, er sei nicht vorgewarnt worden. Denn schon auf der Internetseite des "EifelXtremeRuns" hieß es, dass etwa das so wohltuend klingende "Wasserbad" keineswegs zum Ausruhen geeignet sei - es werde dort "anstrengend, matschig und nass".

 Über Stock und Stein – und Strohballen: Nach dem Startschuss müssen die Teilnehmer des „EifelXtremeRuns“ auf jeder der 5,3 Kilometer langen Runden zahlreiche Hindernisse wie das Tarnnetz und den Reifenparcours überwinden. Fotos: Michael Schnitzler
Über Stock und Stein – und Strohballen: Nach dem Startschuss müssen die Teilnehmer des „EifelXtremeRuns“ auf jeder der 5,3 Kilometer langen Runden zahlreiche Hindernisse wie das Tarnnetz und den Reifenparcours überwinden. Fotos: Michael Schnitzler
Extremlauf mit neuen Gemeinheiten
Extremlauf mit neuen Gemeinheiten

Vogelsang. Im Ziel waren die Teilnehmer des 15,9 Kilometer langen Crosslaufs aufgrund der guten Witterungsverhältnisse zwar weniger von Schlamm, dafür allerdings von der enormen Anstrengung gezeichnet, die ihnen der Parcours mit seinen 13 Hindernissen abverlangt hatte. Nach einer Verschnaufpause, becherweise Wasser und den Gratulationen ihrer Anhänger waren die meisten Läufer aber schnell wieder aufgepäppelt.

Nach der Premiere im vorigen Jahr hatten die Veranstalter, die Lebenshilfe, Kreisvereinigung Euskirchen, und die SG Sportfreunde 69 Marmagen-Nettersheim, keinen Augenblick gezögert, das Sportereignis zu wiederholen. Die Zahl von fast 500 Teilnehmern konnte zwar diesmal nicht erreicht werden, immerhin 330 Starter beim zweiten EifelXtremeRun wertete Sigrun Poth von der SG Sportfreunde jedoch als Erfolg.

Die Veranstalter hatten die Strecke durch den Nationalpark Eifel rund um Vogelsang leicht modifiziert. Neben bewährten Hindernissen wie dem "Wasserbad", der Strohwand und dem Reifenparcours mussten drei neue "Gemeinheiten" überwunden werden: die Schwimmbadtreppe, die als "leicht" ausgewiesene 16-prozentige Schwimmbadsteigung und ein "Drecksteinhaufen".

Insgesamt dürfte der Eifel-XtremeRun einen Hauch schwerer als im vergangenen Jahr gewesen sein, so dass Sieger Thorsten Langen etwa zehn Minuten mehr als sein Vorgänger benötigte, um die gleiche Strecke zu absolvieren und unter Jubel auf dem Adlerhof einzulaufen. Hinter ihm reihten sich erstmals auch 66 Läufer ein, die in Dreierstaffeln an den Start gegangen waren und sich so jeweils nur eine Runde (5,3 Kilometer) quälen mussten. Unter anderem nahmen etwa Staffeln vom Clara-Fey-Gymnasium Schleiden und der Gesamtschule Weilerswist teil.

Genauso zufrieden wie Gemünd waren auch die Veranstalter, namentlich Manfred Poth als Vorsitzender der SG Sportfreunde und Lebenshilfe-Geschäftsführer Bernd Milz. Milz war nicht nur glücklich, weil die Erlöse des Laufs der Integration behinderter Menschen zugute kommen, sondern auch darüber, wie gut Menschen mit Behinderung erneut eingebunden worden sind.