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Familie im Lockdown – Es gibt kein Patentrezept

Kommentar : Familie im Lockdown – Es gibt kein Patentrezept

Es ist schwierig, wenn nicht sogar fast unmöglich, allen gerecht zu werden.

Die Erzieherinnen in den Kindertagesstätten wünschen sich eine Notbetreuung, bei der es klare Kriterien gibt, welche Mädchen und Jungen kommen dürfen und welche nicht. Das ist absolut verständlich. Kinderbetreuung auf Abstand geht nicht und die Gefahr einer Ansteckung für die Beschäftigten in den Kitas ist allgegenwärtig.

Aber wo soll man ansetzen, wenn es um den Begriff „Notbetreuung“ geht. Denn das sind nicht nur die Kinder der Krankenschwestern und Supermarktbediensteten, die zu den systemrelevanten Berufen gehören. Das kann eben auch die Mutter mit mehreren Kindern sein, die auf die Dauer nicht mehr weiß, wie sie allen gerecht werden soll. Und die nicht immer alle Kinder zu Artzterminen, zum Einkauf oder sonst irgendwo hinnehmen möchte. Dass Eltern ihre Kinder nicht in die Kita geben, um daheim auf dem Sofa zu liegen, sollte selbstverständlich sein.

Was ist dann der richtige Weg? Ich weiß es auch nicht. Und wahrscheinlich hat auch sonst niemand das Patentrezept in der Tasche. Aber gegenseitiges Verständnis kann schon ein wenig Entlastung für alle Seiten bringen.

n.john@volksfreund.de