1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Fandel will Klöckners Geländegängigkeit testen - CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag ist zu Gast bei Gesprächsreihe "Einblicke"

Fandel will Klöckners Geländegängigkeit testen - CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag ist zu Gast bei Gesprächsreihe "Einblicke"

Nach Malu Dreyer ist nun am Donnerstag, 19. November, ihre Kontrahentin Julia Klöckner in Herbert Fandels Gesprächsreihe "Einblicke" zu Gast. Der Kulturamtsleiter möchte dabei alles über die Frau herausfinden, die das höchste politische Amt in Rheinland-Pfalz anstrebt. Der Kartenvorverkauf läuft ab sofort.

Bitburg. Herbert Fandel, Leiter des Kulturamtes der Kreisverwaltung, fasst seine Vorfreude auf das Treffen mit Julia Klöckner prägnant zusammen: "Sie sagt über sich selbst, dass sie geländegängig sei - das würde ich gerne auf Eifeler Art überprüfen", sagt er. Dabei ist ihm besonders wichtig zu erfahren, ob Julia Klöckner, Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, wirklich so ist, wie sie sich in der Öffentlichkeit gibt: "Ich möchte alles über ihre Ziele und Ansichten wissen."
Da Klöckner nur sehr wenig über ihr Privatleben spreche, wolle er sehen, ob er etwas herausbekomme, was bisher noch nicht bekannt sei. Fandel ist zuversichtlich: "Ich denke schon, dass wir in den Einblicken ins Detail gehen können, ohne dass derjenige sich selbst einen Strick dreht."

Im Vorfeld informiert sich Fandel sehr genau über den Lebensweg seiner Gäste. Dennoch gebe es keinerlei Absprachen: "Es soll ein offenes, ehrliches und natürliches Gespräch werden", sagt er. Dabei schätzt er die intime Gesprächsatmosphäre im Haus Beda: "Ich wurde schon oft gefragt, warum wir nicht wieder in die Stadthalle gehen. Das ist mir zu groß - ich möchte keinen Rummel, kein lautes Event."

Besonders spannend an Julia Klöckner findet er, im Vergleich zu Malu Dreyer, die ein "ruhiger, vorsichtiger Charakter" sei, ihren "offensiven und direkten Charakter". Fandel: "Julia Klöckner ist eine Person, die man kennenlernen muss, da sie einen ziemlich großen Platz im politischen Raum einnimmt." Nachdem Malu Dreyer da war, sei es ihm wichtig gewesen, dass auch ihre Herausforderin kommen kann. "Bei Einblicken gibt es keinen Wahlkampf", betont er.

Die Resonanz zu seiner Veranstaltung bestätigt Herbert Fandel in seiner Herangehensweise. Die Gesprächsreihe, die er 2010 ins Leben gerufen habe, sei bisher immer gut besucht gewesen. "Wenn ich Anfragen an künftige Gäste stelle, dann kennen sie ‚Einblicke' oft schon", sagt Fandel. Auf seiner Wunschliste stehen noch einige Personen, Christian Wulff oder Lea Linster zum Beispiel. Er könne sich auch vorstellen, eine eher unbekannte Person, die Großes geleistet hat, zu interviewen. Jetzt ist aber erst mal Klöckner an der Reihe.

Karten für "Einblicke" am Donnerstag, 19. November, 19 Uhr, gibt es für zehn Euro, ermäßigt sechs Euro beim Kulturamt (Telefon 06561/152220) oder bei der Kulturgemeinschaft Bitburg (Telefon 06561/6001225).Extra

 Nächster Gast ist Julia Klöckner. Foto: Kreisverwaltung
Nächster Gast ist Julia Klöckner. Foto: Kreisverwaltung Foto: Stefan Thomas Kroeger (g_kultur

Herbert Fandel, Leiter des Kulturamts des Eifelkreises Bitburg-Prüm und Initiator der Gesprächsreihe "Einblicke": Für wen ist "Einblicke" besonders interessant? Herbert Fandel: Für alle, die mehr über die Lebenswege und Sichtweisen bekannter Personen kennenlernen möchten. Eigentlich ist die Gesprächsreihe für jedermann interessant. Herr Fandel, Sie sprechen mit Ihren Gästen über private Dinge: Muss man dafür besonders einfühlsam sein? Herbert Fandel: Man muss moderieren und Gespräche führen können. Ich denke schon, dass ich in dieser Hinsicht ein gewisses Talent habe. Welcher Gast hat bisher bei Ihnen einen besonderen Eindruck hinterlassen? Fandel: Bischof Stefan Ackermann. Das Gespräch mit ihm war eine besondere Erfahrung für mich. Seine offene, direkte und natürliche Art hat mich fasziniert - und dass er auf meine Fragen nicht ausgewichen ist. jwa