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FDP-Anfrage: Partnerschaften sind dem Eifelkreis zu teuer

Verwaltung antwortet auf Anfrage der Liberalen : FDP-Anfrage: Partnerschaften sind dem Eifelkreis zu teuer

Warum pflegt der Eifelkreis kaum Partnerschaften zu ausländischen Kommunen, wollte der Kreis-FDP-Chef Jürgen Krämer wissen. Und hat eine Antwort bekommen, die ihn nicht zufriedenstellt.

Diekirch, Arlon, Rethel— die Liste der Bitburger Partnerstädte ist lang. Die Prümer pflegen ebenfalls die Freundschaft mit der Gemeinde Monthermé in den Ardennen .Und in Speicher gibt es eine „Jumelange“ mit dem Örtchen Caudan in der Bretagne.

Der Eifelkeis hingegen pflegt kaum Beziehungen zu ausländischen Gemeinden. Was zumindest Kreis-FDP-Chef Jürgen Krämer irritert: „Wir sind doch eine Kommune „im Herzen Europas“. Der Feuerscheider, der selbst kaum 30 Kilometer von der belgischen Grenze entfernt wohnt, hat daher eine Anfrage an den Kreis geschickt, in der er wissen will, warum man sich nicht um Verbindungen zu den Nachbarn bemühe (der TV berichtete). Und, wie es um die bestehende Partnerschaft mit dem polnischen Landkreis Kedzierzyn-Kozle steht.

Inzwischen hat der Liberale eine schriftliche Antwort von der Verwaltung bekommen. Wenn auch keine, die ihn zufriedenstelle, wie er sagt. Darin heißt es sinngemäß: Die Polen hätten sich dem Hohenlohe-Kreis in Baden-Württemberg zu-, und daher vom Eifelkreis abgewandt.  Und weitere Partnerschaften seien aus der Mitte des Kreistages nie angeregt worden.

Man nehme zwar gerne Vorschäge entgegen. Das Problem sei aber, dass Partnerpflege Personal bei der Verwaltung erfordere. Wegen hoher Verschuldung sei der Kreis aber angehalten, Kosten zu sparen und habe eine entsprechende Stelle gestrichen.

Krämer zeigt sich enttäuscht von der Antwort. Und findet: „Der Kreis macht es sich hier zu einfach.“ Denn eine Partnerschaft könne ja auch von Ehrenamtlichen gepflegt werden. Teures Personal müsse dafür nicht zwangsläufig eingestellt werden. Er werde das Thema daher weiterverfolgen.