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FDP fordert: Eifelkreis soll Baustellen an neues System melden

Damit Navis Bürger nicht in gesperrten Straßen lotsen : Eifelkreis soll Baustellen-Info nutzen

Wer mit dem Navi durch unbekanntes Gebiet fährt, erlebt mitunter böse Überraschungen. Denn nicht selten lotsen einen die Geräte über gesperrte Straßen. Und auch immer wieder dorthin zurück, statt über eine Umleitung.

Auch im Eifelkreis kann einem das derzeit noch passieren. Denn die Hersteller von Navigationsgeräten wissen längst nicht über alle Baustellen auf den 1616,5 Kilometern großen Straßennetz zwischen Bitburg und Prüm Bescheid. Gesperrt sind derzeit etwa die L 17 bei Herscheid, die K 134 in Feuerscheid, der Prümer Weg in Lünebach, die K 149 in Dasburg, die L 7 in Bettingen, die Ortsdurchfahrt Beilingen, die L 39 zwischen Herforst und Binsfeld und die L 34 in Kyllburg.

Das ist auf der kürzlich von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) freigeschalteten Karte „Baustelleninfo digital“ zu erkennen. Auf den Displays der Navis hingegen nicht.

Die FDP-Fraktion im Kreistag Bitburg-Prüm fordert die Verwaltung daher auf, das neue System zu nutzen. Und Daten über Baustellen und Sperrungen künftig in die Software einzuspeisen und somit auch Herstellern von Navis zur Verfügung zu stellen. „Das wäre ein Beitrag zu mehr Sicherheit und weniger Staus vor Ort“, begründet Jürgen Krämer, Kreischef der Liberalen.

Kosten würden für den Kreis nicht anfallen. Die Lizenz stellt das Land den Kommunen gratis zur Verfügung. Und dies bislang als einziges Bundesland in der Republik. „Auch der Eifelkreis sollte unbedingt dabei sein“, fordert Krämer. Mit einer Antwort rechnet der FDP-Chef in der nächsten Kreistagssitzung Ende März.