FDP und SPD lehnen Geschäftsbereich für Billen ab

Die Abstimmung am Montag könnte eng werden : FDP und SPD lehnen Posten für Billen ab

(cha) Wird der Erste Kreisbeigeordnete Michael Billen (CDU) einen eigenen Geschäftsbereich bekommen? Die Abstimmung über diesen Tagesordnungspunkt im Kreistag dürfte am Montag spannend werden.

Denn nach der SPD-Fraktion hat nun auch die FDP angekündigt, den Plänen der Verwaltung nicht zuzustimmen. Zur Begründung sagt Kreischef Jürgen Krämer unserer Zeitung: „Billen macht diesen Job bereits seit fünf Jahren ehrenamtlich. Warum sollte er jetzt eine hohe Aufwandsentschädigung dafür bekommen?“ Zum Hintergrund: Rund 25 000 Euro stünden dem Kaschenbacher auf dem neuen Posten zu.

Ähnlich wie Krämer hatte sich zuvor SPD-Chef Nico Steinbach geäußert. Zusammen hätten Liberale und Sozialdemokraten am Montag ein Stimmgewicht von zwölf Mandaten. Das ist nicht genug, um den Beschluss zu kippen. Fraglich bleibt vor der Sitzung aber, ob weitere Gremiumsmitglieder zur Koalition der Unwilligen hinzustoßen werden.

Die FWG wird den Antrag ihres Landrates Joachim Streit wohl mittragen. Und auch von der CDU ist kein Widerstand zu erwarten – sie werden Parteifreund Billen sicher unterstützen. Die Fraktionen vereinen, abzüglich der Stimme des befangenen Kreisbeigeordneten Billen, aber nur 21 von 44 Stimmen im Gremium, hätten somit also keine Mehrheit.

Sechs Grüne, zwei AfDler und ein Linker werden die Sache also letztlich entscheiden.

Mehr von Volksfreund