1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Fest auf der Schneifel: Bleialf weiht Bauhof- und Feuerwehrgebäude ein

Dorfentwicklung : Bleialf weiht Bauhof- und Feuerwehrgebäude am Wochenende ein

Bauhof-Halle und Feuerwehrwache: Bleialf weiht die Gebäude am Wochenende ein, nachdem die Pandemie das Fest zunächst verhindert hatte. Das Zwei-Millionen-Vorhaben ist längst abgeschlossen, während gegenüber die Arbeiten an der Kirche laufen. Auch die: teuer.

Ein Projekt erledigt, das andere, direkt gegenüber, noch lange nicht: In der Bleialfer Dorfmitte ist die Kirche eingerüstet, die aufwändigen Sanierungsarbeiten, wir berichteten schon etliche Male, sind losgegangen. Kostenkalkulation: 1,5 Millionen Euro, ein unchristlich teurer Brocken.

Auf der anderen Straßenseite, rund ums Gemeindehaus, sieht hingegen alles proper aus: Dort entstanden in den vergangenen Jahren ein neues Feuerwehrgerätehaus und die Bauhof-Halle, auch die Flächen davor und dazwischen sind umgestaltet. Die Kosten: rund zwei Millionen Euro für alles, gefördert vom Land und inklusive Erwerb eines Grundstücks, auf dem noch ein altes Haus abgerissen werden musste.

Hinzu kam ein Zwist im Gemeinderat (der TV berichtete). Denn als es – vor genau zehn Jahren – erstmals um das Vorhaben ging, meldeten sich die Vertreter der gewerbegeprägten Wählerliste „Bleialf aktiv“, weil sie einen anderen Standort favorisierten.

Nach einigem Hin und Her aber blieb es beim Standort am Gemeindehaus, wie von der damaligen Ortsbürgermeisterin Edith Baur, der Ratsmehrheit und der Verbandsgemeinde Prüm vorgesehen.

Schnee von gestern, wie im Prinzip auch die Bauarbeiten, mit denen es 2015 losging: Denn die waren ebenfalls schon weitgehend erledigt, als dann vor zwei Jahren, kurz nach Fertigstellung, der große Planverzögerer namens Coronavirus den Bleialfern einen Strich durch die Rechnung machte. „Das war eine der ersten Veranstaltungen, die abgesagt werden mussten“, sagt Günter Wilwers, Technikchef des VG-Bauamts.

Aber jetzt sinken die Infektionszahlen vorerst, Feste sind wieder drin und genehmigt. Und es sei ja auch, sagt VG-Chef Aloysius Söhngen, „wirklich sehr, sehr schön geworden – eine gute Ergänzung der Ortsmitte. Das ergibt einfach insgesamt ein schönes Ensemble mit dem Marktplatz, der Kirche und den modern gestalteten, neuen Gebäuden.“

Auch den Standort hält er für richtig, gerade im Blick auf die Wehr: Die zentrale Lage bedeute, dass kein Wehrmitglied eine weite Anfahrt habe. Und die großzügigen Parkflächen trügen ebenfalls dazu bei, dass man schnell einsatzbereit sei.

Und so feiert man in der Schneifelgemeinde jetzt endlich die offizielle Eröffnung der Gebäude. Drumherum: Musik und weitere Unterhaltung. So lädt die Freiwillige Feuerwehr schon am Samstag, 14. Mai, von 18.30 Uhr an zum Dämmerschoppen mit dem Disk-Jockey-Team Simon.

Am Sonntag, 15. Mai, dann der Einweihungsakt: Um 10.30 Uhr beginnt zunächst das Hochamt in der Pfarrkirche, danach werden Bauhof und Feuerwehrhaus eingesegnet und -geweiht, inklusive Ansprachen von Ortsbürgermeister Richard Heinz und VG-Chef Aloysius Söhngen.

Im Anschluss: Weiterfeiern. Und Feuerwehrautos gucken. Die werden natürlich präsentiert.