Fest im vorderen Islek

Die Pfarrei Koxhausen gibt es seit 200 Jahren. Und das wird gefeiert. Musik, Gesang und Überraschungen gehören zum Programm.

Koxhausen. (lyv) Der kleine Ort Cixhausen (auch Kocks-, Kohshausen, ab 1800 Koxhausen geschrieben) im Islek wird in Urkunden erstmals 1372 erwähnt als eine weitverzweigte Meierei mit Zulieferungsdiensten zur Burg Neuerburg und zum Hof Daudistel. Listen mit Fronlasten in Arbeit, Fuhren und Naturalien bestätigen die Abgabeverpflichtungen an die Enz.

1712 wurde eine Kapelle für 150 Personen gebaut. Die Verbindung zu Neuerburg blieb eng, und die Verstorbenen wurden weiterhin in Neuerburg beerdigt. Auch weilten die geistlichen Herren mitsamt Succursalen, gemeint sind Pfarrhelfer und Schullehrer, regelmäßig auf der Höhe. Ab 1803 liefen Bestrebungen, dem Ort eine Mittelpunktfunktion zu verschaffen. Dabei sollten Pfarrei, Friedhof, Schule und Infrastruktur wichtige Bedeutung bekommen.

1808 wurde die Pfarrei Koxhausen offiziell gegründet. Erstaunlicherweise murrten die Filialorte Berscheid (mit Herbstmühle zu Olmscheid gehörend) und Nasingen (zu Mettendorf), sie wollten sich eher nach Süden öffnen. Bischof Arnoldi reiste an und sprach mit den Bewohnern aus Berscheid, aus Gaymühle und vom Schiershof. Es waren Rechenaufgaben mit Kilometer, Minuten, Einwohnerzahlen, Prognosen zu meistern, wie die Chronik berichtet. Dass der Bischof eigens rausgekommen war, ehrte "das Völkchen beidseits des 50. Breitengrades", man startete voller Mut ins neue Pfarrleben.

Nun sind es genau 200 Jahre, in denen die Pfarrkinder aus Koxhausen, Nasingen, Berscheid, Herbstmühle und Hütten eine lebendige Gemeinschaft bilden. Mehrfach wurde die Kirche erweitert und in der Ausstattung bereichert. Das Programm: Das Fest in Koxhausen wird eröffnet mit einem Dämmerschoppen am Samstag, 20. September, im Pfarrheim.

Am Sonntag, 21. September, ist in der Pfarrkirche St.Cosmas und Damian ein Pontifikalamt mit Weihbischof em. Alfred Kleinermeilert. Hierbei wirken die Chorgemeinschaft Rodershausen-Karlshausen, die Kinder aus der Pfarrei und der MV Rodershausen mit. Die Pave-Tänzerinnen werden erfreuen wie auch Kinderspiele, Dorfrallye und Überraschungen, Grußworte von Ehrengästen und Verse von Felix Kandels, einem Sohn der Pfarrei.

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