Festival: Willwerath Rock City am ersten Juli-Samstag

Musikfestival : Willwerath Rock City - Mit lokalen Gitarrengewittern ist zu rechnen

Sechs starke Bands, drei Bühnen, ein enthusiastisches Publikum: Am Samstag, 6. Juli, pilgern sie wieder zu „Willwerath Rock City“.

Auto parken, aussteigen – und gleich von der ersten Band empfangen werden: Wie immer bei „Willwerath Rock City“ beginnt das Festival schon lange, bevor man den eigentlichen Schauplatz erreicht hat: Diesmal sind es „Cyco T and the Wegbier-Society“. Weil man sich ja unten schon ein Pils für den kurzen Marsch hinauf in den Steinbruch mitnehmen kann.

Was spielen die? „Musik, die man sich in einer verrauchten Kneipe wünscht“, sagt Marco Sifferath vom Organisationsteam. Von 19 bis 21 Uhr musizieren die Jungs, und wenn ihnen sonst niemand zuhören sollte, dann tun das auf jeden Fall die freundlichen Limousin-Rinder von Landwirt Jakob Ballmann, ebenfalls Mitglied im Festivalverein.

Stecker rein und los: Am Samstag kämpfen die Organisatoren des – schön selbstironisch betitelten – Festivals „Willwerath Rock City“ wieder „mit brennender Fackel gegen die Abschaffung der Live-Kultur in der Eifel“. So jedenfalls die Selbstauskunft des Vereins, der das Konzert jetzt auch schon zum achten Mal stemmt, alles ehrenamtlich.

An der Rampe: Wie immer Musiker aus der Region und ein paar, die man hier noch nie erlebt hat. Nach dem vorigen Jahr wieder dabei: Freakaz aus Köln. Die werden diesmal auf der Zweitbühne spielen – und zwar immer während der Umbaupausen für die anderen Formationen.

Ebenfalls wieder zurück: The Sonic Beat Explosion. Die Band aus dem Osten der Republik begeisterte bereits vor fünf Jahren mit herrlich lässigen, Gitarrenriff-getriebenen Songs das Publikum. „Die sind vor allem mittlerweile noch besser geworden“, sagt Marco Sifferath. Und haben ein neues Album („Ruckus“) gemacht – im schwedischen Studio von, Tusch: Abba.

Direkt darüber auf dem Plakat stehen Van Holzen, ein Trio aus Ulm: „Eine junge, moderne Rockband, die ihren eigenen, energetischen Sound haben“, sagt Sifferath. Sie richtig einzusortieren, sei schwierig – aber vielleicht ist das ja gerade richtig so. Und immerhin hat die Band schon national Schagzeilen in den Musikmagazinen gemacht. Und einen amtlichen Plattenvertrag mit Warner Music.

Außerdem dabei The Laconics: „Eine richtig verrotzte Rock’n Roll-Kapelle“. Zudem mit mit lauter alten Bekannten, die ebenfalls schon im Steinbruch aufgetreten sind. Mit Tobias Elsen, ebenfalls aus Willwerath (Monoshoque), den Prümern Dennis Groben (Acapulco Firebirds), Martin Hotz und Markus Büchel.

Aus Trier und der Eifel kommen Strange Brew. Die sind zwar alle noch richtig jung, spielen aber vor allem klassische Rocksongs vorrangig aus den 60ern und 70ern. Auch sie: Wiederkehrer. „Die haben letztes Jahr auf dem Parkplatz gespielt sagt Marco Sifferath. „Und das hat vielen Leuten so gut gefallen, dass sie mir gesagt haben: Lasst die doch mal oben auf der Bühne spielen.“ Gesagt, gebongt.

Wie kommt man hin? Einfach: Unten im Prümtal auf der großen Wiese vor Willwerath parken, dann spaziert man gut fünf Minuten hinauf in den Wald und den Steinbruch. Einlass ist um 19 Uhr.

Der Eintritt zu „Willwerath Rock City“ ist nach wie vor beispielhaft günstig für das, was man dort geboten bekommt: 15 Euro kostet der Zugang zum Gelände an der Abendkasse, im Vorverkauf sind es 12 Euro.

Die Karten fürs Festival am Samstag erhält man beim Bosch Service von Detlef Papkalla in Prüm (Prümtalstraße 37) und im Getränkemarkt „Trinkbar“ in Prüm-Dausfeld.