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Feuerwehr
Feuer wütet blitzschnell in Irrhausener Betrieb

 Einsatz für 70 Wehrleute: Feuer am Donnerstag in Irrhausener Gasthaus „Im Pfenn“.
Einsatz für 70 Wehrleute: Feuer am Donnerstag in Irrhausener Gasthaus „Im Pfenn“. FOTO: Polizei Prüm
Irrhausen. Bei einem Brand in der Restaurant-Pension „Im Pfenn“, ist am Donnerstag ein hoher Sachschaden entstanden. 70 Wehrleute löschten das Feuer, verletzt wurde niemand. Der Gästetrakt bleibt lange geschlossen, das Restaurant will die Familie nach Karneval wieder öffnen. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Ein überhitztes Gerät hat sehr wahrscheinlich nach Angaben der Polizei Prüm am Donnerstag in Irrhausen einen Brand im Gasthaus „Im Pfenn“ ausgelöst. Am Ende stand ein gravierender Sachschaden in Höhe von etwa 300 000 Euro. Verletzt wurde niemand, zwei Menschen waren jedoch vorsorglich vom DRK ins Krankenhaus gebracht worden. Der Verdacht auf eine Rauchvergiftung bewahrheitete sich allerdings nicht, sie konnten am Abend wieder entlassen werden.

„Der Brand ist gegen 16.30 Uhr ausgebrochen, und zwar bei Renovierungsarbeiten“, sagt Kriminalhauptkommissarin Natalie John-Hönig von der Polizeiinspektion Prüm auf TV-Anfrage. Im Trakt mit den Gästezimmern seien in der ersten Etage zwei Personen mit den Arbeiten beschäftigt gewesen – „dabei ist ein Gerät zu heiß geworden“, sagt die Hauptkommissarin. Dadurch seien Gegenstände und Textilien in der Nähe ebenfalls in Brand geraten und schnell in Flammen aufgegangen.

 Hier wüteten die Flammen: einer der ausgebrannten Räume in Irrhausen.
Hier wüteten die Flammen: einer der ausgebrannten Räume in Irrhausen. FOTO: Polizei Prüm

So schnell, dass die Arbeiter das Feuer nicht mehr hätten löschen können: „Das war eine extreme Brandentwicklung“, sagt Natalie John-Hönig. Auch die Versuche herbeigeeilter Helfer, mit einem Feuerlöscher die Flammen zu ersticken, blieben daher erfolglos. Die Eigentümerfamilie Urfels schlug Alarm.

 Hoher Sachschaden entstand beim Feuer am Donnerstag in Irrhausen.
Hoher Sachschaden entstand beim Feuer am Donnerstag in Irrhausen. FOTO: Polizei Prüm

Kurz darauf trafen 70 Wehrleute ein – aus Irrhausen, Arzfeld, Daleiden, Eschfeld, Olmscheid und Prüm. Zwei Pensionsgäste gelangten über Leitern ins Freie, während die Wehrleute das Feuer bekämpften, das mittlerweile bereits auf andere Zimmer des rückwärtigen Trakts übergegriffen hatte.

Zunächst fürchtete man, dass auch der Dachstuhl in Brand geraten war, „weil wir da eine extreme Verrauchung hatten“, sagt Einsatzleiter Thomas Zender, zugleich stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Arzfeld. Man habe deshalb das Dach vorsorglich kontrolliert, dann aber schnell festgestellt, dass sich dort entgegen der Vermutung keine Brandnester gebildet hatten.

Die Wehrleute konnten das Feuer löschen – nicht aber einen weiteren Schaden verhindern, der sich aus einer vermutlich geschmolzenen Heizungsleitung entwickelte: Dort trat zusätzlich Wasser aus und gelangte hinunter bis ins Erdgeschoss. „In der Küche kam das runter wie ein Wasserfall“, sagt Kreis-Feuerwehrinspekteur Jürgen Larisch, der ebenfalls am Einsatzort war. Die Vermutung: Dass die automatische Füllanlage der Heizung infolge des Wasserverlusts ständig neues wieder hinauf in die Leitungen schickte.

Allerdings sagt Jürgen Larisch auch, dass zahlreiche Bürger der Eigentümerfamilie zu Hilfe kamen, „gefühlt fast so viele wie Einsatzkräfte“.

Geschäftsführerin Christiane Urfels bestätigt die große Unterstützung, die die Familie in der Katastrophe erfuhr: „Das ganze Dorf war da, von überall her kamen sie, um zu helfen.“ Und das sei vielleicht das Wichtigste bei allem Schaden – „dass die Leute Schlange stehen, um zu helfen. Dafür wollen wir uns bei allen bedanken.“ Der Trakt mit den elf Gästezimmern bleibe wohl für mehrere Monate geschlossen. „Das Restaurant wollen wir aber nach Karneval wieder aufmachen“, sagt Christiane Urfels.

Der Einsatz für die Wehren, sagt Thomas Zender, sei gegen 20 Uhr beendet gewesen, dann übernahmen die Kameraden aus Irrhausen die Brandwache.