Feuer, Wasser, Eisen: Wo die Autos kreisen

Feuer, Wasser, Eisen: Wo die Autos kreisen

der Verkehr auf der Bundesstraße 421 wieder ohne Einschränkungen fließen kann, wird es noch einige Zeit dauern. Immerhin ist der Kreisverkehr in Jünkerath mittlerweile fertig. Bei der Gestaltung sollen Feuer, Wasser und Eisen symbolisiert werden, weil sie für das stehen, was Jünkerath ausmacht.

Jünkerath. Das ärgste Verkehrschaos in Jünkerath ist überstanden. Denn für die Arbeiten am Kreisverkehr auf der Bundesstraße 421 musste eine Ampelschaltung eingerichtet werden, was die Nerven mancher Autofahrer auf eine harte Probe stellte. Manchmal staute sich auf der Straße, wo täglich rund 8500 Autos unterwegs sind, der Verkehr weit zurück. Doch seit einigen Tagen sind die Arbeiten abgeschlossen, die Lage hat sich entspannt. Zeit für den nächsten Schritt: die Gestaltung des Innenkreisels.
Logo wird repariert


Bis zu den Bauarbeiten thronte das Jünkerather Gemeindelogo auf dem fast zwei Meter hohen Innenhügel - nach einem Verkehrsunfall im vergangenen Jahr leicht windschief. Rundherum wucherten Sträucher und nahmen den Autofahrern die Sicht auf die andere Seite. Das soll sich nach den Plänen von Ortsbürgermeister Rainer Helfen nun ändern. Der Hügel wurde bei den Arbeiten bereits eingeebnet und soll künftig maximal 90 Zentimeter hoch werden. Außerdem wurde das Pflaster am inneren Rand entfernt, das manche, vor allem ältere Einwohner, als Bürgersteig gedeutet haben, wie Helfen berichtet. Solch gefährliche Missverständnisse sollen künftig der Vergangenheit angehören.
Die Pläne sehen vor, dass in der Innenfläche Flusskiesel angeschüttet werden. Darin wird aus Natursteinen ein Zahnkranz angelegt. Im Inneren des Zahnkranzes wiederum sollen orangefarben Rosen angepflanzt werden. "So können wir die Dinge, für die Jünkerath steht, symbolisieren", sagt Helfen. Die Flusskiesel stünden für die Kyll, der Zahnkranz für das Eisen und der orangefarbene Innenteil für das Feuer. Das von Helmut Engelhardt entworfene Gemeindelogo wird repariert und kommt an seinen alten Platz zurück. Bis zum Herbst soll die Neugestaltung des Innenkreisels abgeschlossen sein, sagt Helfen. Für die Ortsgemeinde sei die Neugestaltung auch mit Blick auf die Kosten relativ günstig. Weil der Kreisverkehr ohnehin nach den Arbeiten neu gemacht werden müsse, trage der Bund einen großen Teil der Kosten. "Auf die Gemeinde kommt nur ein geringer Betrag zu", sagt Helfen.
Vollsperrung der B 421 nötig


Doch der Kreisel ist nicht die einzige Baustelle im Ort. Demnächst beginnen die Arbeiten an der Stützmauer unterhalb der Straße "Am Herrenkopf". Dort bestehe die Gefahr, dass der Hang auf die unterhalb liegende Bundesstraße in Richtung Stadtkyll abrutsche. Die Leitplanken beispielsweise seien schon deutlich geneigt. Mit Erdankern und Beton soll der Hang nun stabilisiert werden, ehe die Stützmauer wieder aufgebaut werde. Weil die Hangsicherung die Bundesstraße betreffe, werde diese Maßnahme vom Bund finanziert, berichtet Helfen. Für die Arbeiten ist eine halbseitige Sperrung der Bundesstraße notwendig. Die Autos in Richtung Jünkerath können in dieser Zeit an der Baustelle vorbeifahren. Die Autos in Richtung Stadtkyll werden über das Gewerbegebiet umgeleitet. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Straße "Am Herrenkopf" ausgebaut.
Insgesamt kosten die Arbeiten an der Bundesstraße, dem Kreisverkehr, der Hangmauer und der Gemeindestraße rund 1,1 Millionen Euro. Den Großteil trägt der Bund, 90 000 Euro muss die Gemeinde aufbringen. Mitte August soll die Sanierung der Bundesstraße zwischen dem Ortsausgang und dem Stadtkyller Ortsteil Niederkyll beginnen. Der Abschnitt ist rund zwei Kilometer lang. Dafür ist eine Vollsperrung erforderlich, eine Umleitung ist ausgeschildert (siehe Grafik).

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