Feuerwehr rettet Menschen und Hunde aus brennendem Haus in Speicher

Kostenpflichtiger Inhalt: Kein Werk des Eifeler Brandstifters : Feuerwehr rettet Menschen und Hunde aus brennendem Haus in Speicher

In Speicher ist am Sonntag ein Haus in Brand geraten. Dank der Rettungskräfte konnten sechs Menschen und zwei Hunde das Gebäude relativ unversehrt verlassen. Dass das Feuer das Werk des Brandstifters war, der seit Wochen sein Unwesen in der Eifel treibt, halten Einsatzkräfte für ausgeschlossen.

Am Sonntagnachmittag um 15 Uhr kam es in der Kapellenstraße in Speicher zu einem Brand. „Schon auf der Anfahrt konnten wir aus einem Mehrfamilienhaus eine starke Rauchentwicklung feststellen“ erzählt Arnold Faber, Wehrleiter in der Verbandsgemeinde.

Unter schwerem Atemschutz galt es zunächst die Bewohner des Hauses zu retten. „Zunächst war unklar, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Brandes im Haus aufgehalten hatten“ stellt der Einsatzleiter fest. Gleichzeitig begannen die Löscharbeiten.„Im hinteren Bereich des Hauses brannte eine Art Wintergarten in voller Ausdehnung“ so Faber.

Das Feuer konnte nach seinen Angaben zwar schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Das Problem war aber der Rauch, der sich durch das gesamte Gebäude und ein angrenzendes Wohnhaus zog. „Wir konnten sechs Menschen und zwei Hunde in Sicherheit bringen und retten.“

Die Bewohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen, wurden aber vor Ort von einem großen Kräfteaufgebot des Rettungsdienstes untersucht und betreut. Der Schaden am Gebäude beträgt nach Polizeiangaben etwa 10 000 Euro. Die Kapellenstraße war während es Einsatzes voll gesperrt.

Die Polizei hat derweil die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Dass das Feuer die Tat des Brandstifters war, der in den vergangenen Wochen in der Eifel sein Unwesen trieb, hält zumindest Feuerwehrchef Faber aber schon jetzt für ausgeschlossen. Wie der Experte zu dieser Einschätzung kommt: Das Feuer sei in einem Hinterhof entstanden, zu dem Fremde nur sehr schwer Zutritt bekommen: „Da kommt man als Außenstehender gar nicht rein.“

Außerdem habe der Feuerteufel bislang immer nur nachts zugeschlagen. Tagsüber mitten in der Stadt einen Brand zu legen – das entspreche nicht dem Muster der vorangegangenen Taten.

Zumindest sechs Taten gehen nach Ansicht der Ermittler auf das Konto eines Brandstifters: Ein Brand auf einem Feld zwischen Dahlem und dem Speicherer Bahnhof (Ende August), ein Feuer auf einem Acker nahe der Speicherer Tongruben (Mitte September), ein Strohballenfeuer auf einem Feld nahe Beilingen, ein brennender Holzhaufen in Dudeldorf und zwei große Brände auf Feldern nahe Zemmer und Beilingen, wo insgesamt rund 700 Heuballen abbrannten (alles Anfang Oktober).

Der dabei entstandene Schaden wird auf einen fünfstelligen Betrag geschätzt.

Ob eine Ende Oktober ausgebrannte Lagerhalle in Speicher von dem Feuerteufel angesteckt wurde, ist bislang noch unklar.

Feuerwehrmänner besprechen den Einsatz in Speicher. Foto: Florian Blaes

Im Einsatz waren am Sonntagnachmittag die FEZ und Wehrleitung VG Speicher, die Feuerwehren aus Speicher, Preist, Herforst und Dudeldorf. Der Rettungsdienst aus Speicher (mit SEG), Bitburg, Badem und Welschbillig. Zudem der Notarzt aus Bitburg und Wittlich mit dem Hubschrauber Christoph 10. Der Leitende Notarzt (LNA) und Organisatorische Leiter (OrgL) zudem die Polizei Bitburg.