Finaler Spatenstich

Mit dem obligatorischen Spatenstich haben die Verbandsgemeindewerke Bitburg-Land gestern mit dem Bau der Kläranlage in Enzen begonnen. Es ist die letzte von insgesamt 14 Kläranlagen in der VG, und wenn das Enzener Projekt fertig ist, sind neun von zehn Haushalten in Bitburg-Land an ein Abwassersystem angeschlossen.

Enzen/Bitburg. Ein hundertprozentiger Versorgungsgrad könne nie erreicht werden. Dessen ist sich Fritz Brüders, Chef der VG-Werke Bitburg-Land, sicher. Auch wenn versucht wird, sich diesem Wert kontinuierlich anzunähern. Mit dem Bau der Kläranlage in Enzen, der jetzt beginnt und der die drei Gemeinden Halsdorf, Stockem und Enzen an das Abwassersystem anschließen wird, seien es immerhin 92 Prozent, sagt Brüders. Doch danach geht es nur noch in kleinen Schritten voran. Denn in Enzen entsteht die 14. und damit letzte mechanisch-biologische Kläranlage im Zuständigkeitsbereich der VG."Wir haben über 200 Außenbereichsgrundstücke, für die bis 2012 eine Regelung gefunden werden muss", sagt der Werksleiter, doch diese alle an die Kläranlagen anzuschließen, sei viel zu teuer. Und auch bei kleinen Ortschaften wie Hisel oder Feilsdorf wäre das Vorhaben viel zu aufwendig. Deshalb müsse überlegt werden, ob diese noch fehlenden acht Prozent ihr Schmutzwasser entweder über kleinere biologische Anlagen entsorgen oder sich aber an den Kosten beteiligen, und dafür dann an bereits vorhandene Ortsleitungen angeschlossen werden.Über insgesamt 240 Kilometer erstreckt sich das Kanalnetz der Verbandsgemeinde Bitburg-Land, in das inklusive der Kläranlagen in den vergangenen Jahren nach Aussage Brüders bereits 70 Millionen Euro investiert wurden. Zu den größten Objekten zählen dabei der Betrieb in Oberweis, an den zehn Gemeinden angeschlossen sind, sowie die Anlagen in Nattenheim und Messerich.Für das Projekt in Enzen seien 2,9 Millionen Euro veranschlagt, sagt Brüders, davon rund 500 000 für die Kläranlage selbst und der Rest für die Ortsnetze und Verbindungssammler. Dass mit der Fertigstellung des letzen Klärwerks für die VG-Werke ruhigere Zeiten eintreten, glaubt der Chef allerdings nicht. Schließlich seien in vielen Gemeinden Teile der Kanalsysteme bereits 40 Jahre alt, und da gebe es für Brüders und auch für dessen Nachfolger noch jede Menge zu tun.