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Firmlinge setzen sich für Philippinen ein

Benefiz : Firmlinge setzen sich weiter für Philippinen ein

Aus einer von Jugendlichen in Lasel angestoßenen Spendenaktion ist nach vier Jahren ein richtige Freundschaft geworden.

Verheerend waren die Verwüstungen, die der Taifun Yolanda vor vier Jahren auf verschiedenen philippinischen Inseln hinterließ (der TV berichtete, siehe Info). Erschüttert von der Flutkatastrophe beschlossen Firmlinge aus der Pfarrei Schönecken-Lasel, zu denendamals 13 Mädchen und Jungen gehörten, Spenden für die Opfer zu sammeln, um den in Rommersheim eigens gegründeten Verein Samahan ng Luzvimin zu unterstützen.

Die Not der Flutopfer ist heute aus den Nachrichten verschwunden, aus dem Verein ist mittlerweile der Nachfolger Ugnayan (Verein für Deutsch-Philippinische Verständigung) hervorgegangen, doch nicht nur die in der Eifel lebenden Fillipinos haben das Unglück nicht vergessen, auch die nachwachsenden Generationen an Firmlingen bleiben am Thema dran.

„Dass die Zusammenarbeit und Unterstützung weiter bestehen, ist den mittlerweile guten Verbindungen der Frauengemeinschaft Lasel zu verdanken“, sagt die Katechetin Ute Hüweler. Nachdem die Firmgruppe 2014 für den Aufbau einer Schule mehr als 1000 Euro gesammelt habe, sei das Thema Philippinen immer präsent geblieben. So habe sich der Leiter der Schule per Videobotschaft gemeldet und vom Aufbau des neuen Hauses berichtet.

Nachdem im vergangenen August die Frauengemeinschaft Lasel und Feuerscheid schon zu einem philippinischen Mitmach-Kochabend einluden und im Spätherbst an einem Treffen mit der philippinischen Botschafterin Melita Thomeczek in Konz teilnahmen, blieb man am Ball. „Seitdem ist der Kontakt nicht mehr abgerissen, ich glaube man kann sagen, es ist eine Freundschaft daraus geworden“, sagt Ute Hüweler.

Dank der freundschaftlichen Verbindung der Frauen zum Verein Ugnayan hat sich nun auch der aktuelle Firmlings-Jahrgang der deutsch-philippinischen Zusammenarbeit verschrieben. „Sie haben einen Freundschaftsabend im Feuerscheider Gemeindehaus auf die Beine gestellt.

Die im Januar verabschiedete philippinische Botschafterin hat sich per Videobotschaft bei den Jugendlichen für ihren Einsatz bedankt. Auch Weihbischof Franz Josef Gebert und Diakon Karl Weyandt kamen vorbei“, sagt Hüweler.

Die im Januar verabschiedete Botschafterin Melita Thomeczek begrüßt den Fortbestand der deutsch-philippinischen Freundschaft an der Nims. „Ich finde es wunderbar, dass das Thema ihres Festabend die Philippinen sind“, sagt sie in der im Januar kurz vor ihrer Verabschiedung aufgezeichneten Aufnahme.

Sie danke auch für die Übersendung von Volksfreund-Artikeln über die Zusammenarbeit, die einen festen Platz in ihrer Sammlung von Erinnerungsstücken an ihre Botschafterzeit fänden und schloss ihre Nachricht mit: „Willkommen in der christlichen Gemeinschaft.“

Weihbisch Gebert zeigte sich erfreut über soviel Einsatz: „Ich freue mich, dass sich die jungen Leute in der Firmvorbereitung in den verschiedenen Projekten engagieren. Mit diesem zeigen die Katecheten, wie lebendig unsere Gemeinden sind.“ Angesichts des Engagements gehe er beruhigt in die Zuzkunft. Doch nicht nur das ehrenamtliche Engagement der Firmlinge und Katecheten fand Lob, auch der Bischof selber wurde gewürdigt. „Mit dem Besuch zeigt der Weihbischof, wie wichtig ihm der Kontakt zur Basis ist“, sagte Diakon Weyandt.

Als neu zu unterstützende Projekte habe man sich für dieses Firmjahr zum einen eine Frauengruppe in der Hauptstadt Manila zum anderen ein Initiative für Kinder und Jugendbewegungen ausgesucht.

„Dabei arbeiteten wir eng mit Yolanda Bartelmes und Luisa Dixius vom Verein Ugnayan zusammen. Sie waren im Februar in Manila und haben sich dort von der Dringlichkeit der Sache selbst überzeugt“, sagt Hüweler. Die beiden Frauen sorgten übrigens persönlich dafür, dass die Spenden an den richtigen Ort kommen. „Was sehr beruhigend ist. So können wir drauf vertrauen, dass das Geld auch dort ankommt, wo es gebraucht wird.“

 Weihbischof Franz Josef Gebert begrüßt die Firmlinge
Weihbischof Franz Josef Gebert begrüßt die Firmlinge Foto: Magdalena Hau

Übrigens schwappe der Einsatz der Firmlinge bereits auf weitere Jugendliche über, sagt Hüweler: „Unter anderem konnten wir die Kreismusikschule Bitburg-Prüm begeistern“, sagt sie. Die Schulband unter Leitung von Frank Rohles habe für den musikalischen Rahmen des Freundschaftsabends gesorgt.