Dorfentwicklung Fit für die Zukunft: Leidenborner modernisieren ihren Treffpunkt

Leidenborn · Die gute Dorfgemeinschaft und ein Förderbescheid über 158 000 Euro von der Landesregierung bringen ein Wunschprojekt voran.

 Ortsbürgermerister Herrmann Schwalen und Dorfhund Jacky vor dem Dorfgemeindehaus in Leidenborn, das schon bald renoviert und erweitert wird.

Ortsbürgermerister Herrmann Schwalen und Dorfhund Jacky vor dem Dorfgemeindehaus in Leidenborn, das schon bald renoviert und erweitert wird.

Foto: Marius Kretschmer

Beim Zukunfts-Check Dorf können alle Dörfer in Rheinland-Pfalz mitmachen und ihre Einwohner befragen, was sie an ihrem Dorf schätzen und wo es noch Raum für Verbesserungen gibt. Verbesserungsbedarf gibt es in Leidenborn in Sachen Dorfgemeinschaftshaus. Ortsbürgermeister Herrmann Schwalen erklärt: „Man sieht schon, dass das Haus aus einer anderen Zeit stammt.“ Es sei zwar alles noch benutzbar, aber vieles einfach unpraktisch.

Für Behinderte gibt es zwar eine Toilette, aber kein Lift oder eine Rampe, die barrierefrei in das Haus hineinführt. „Das ist zum Beispiel bei Wahlen schwierig“, meint Schwalen.

Vor allem sei aber zu wenig Platz in dem Haus. „Wir haben eine Menge Stühle, aber keinen Abstellraum hier im Haus“, sagt der Bürgermeister. Wenn dann die Fitnessgruppe zweimal in der Woche da sei, müsse alles wieder umgebaut werden.

Daher ist ein Anbau geplant, der der ehemaligen Volksschule 45 Quadratmeter zusätzlich beschert. Ein Abstellraum kommt hinzu, ein behindertengerechter Eingang, der Thekenbereich wird umgestaltet und der Hauptraum um einen zweiten, abtrennbaren Teil erweitert. „Außerdem bauen wir eine schöne Terrasse“, freut sich der Ortschef.

Bei der Renovierung spielt auch der Brandschutz eine zentrale Rolle. „Wichtig“, findet der Gemeindechef. Denn über dem Gemeindehaus ist eine Mietwohnung und auch im Keller, wo sich vor allem die Jugendlichen treffen, müsse es schließlich sicher sein.“

Um das alles anzugehen, hat das Land eine Investitionssumme von 158 000 Euro zur Verfügung gestellt. Damit können die Leidenborner viel anfangen. Denn große Teile der Arbeit leisten sie in Eigenregie, was Kosten spart.

„Wir haben sehr viele fähige und engagierte Handwerker hier im Dorf“, lobt Schwalen. Fertig geplant haben die Leidenborner alles, mit den Arbeiten wird aber erst nächstes Jahr im Frühjahr begonnen. Dieses Jahr steht erst mal noch das Dach der Kirche auf dem Plan, die direkt gegenüber vom Dorfgemeinschaftshaus steht.

Neben dem Renovierungsprojekt ging es im Zukunfts-Check aber auch darum, die Dorfgemeinschaft zu stärken. „Daraus ging eine Eventgruppe hervor“, erklärt der Ortsbürgermeister. „Die haben zum Beispiel einen Dorfwandertag organisiert, der gut angenommen wurde.“ Auch habe die Gruppe sich die anderen Dorffeste noch mal angeschaut.

Des Weiteren wurden im Zukunfts-Check auch Baugebiete besprochen. „Aber das ist eh immer ein Thema und wussten wir schon vorher.“ Im Prinzip habe man alles angepackt, was sich so aus dem Check ergeben hat.

Ist Leidenborn denn jetzt fit für die Zukunft? „Ja“, meint Schwalen, „aber vor allem, weil wir so viele junge Familien im Ort haben.“ Denn ohne die vielen jungen Menschen wäre Leidenborn auf jeden Fall weit weniger lebendig.

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