Fit in die Zukunft

Der Kreis startet in sein neues Projekt: Das Kreisentwicklungskonzept soll dabei helfen, dass die Eifel auch künftig lebens- und liebenswert bleibt. Dabei ist auch die Meinung der Bürger gefragt, die deshalb heute Abend in die Bitburger Stadthalle eingeladen sind.

Bitburg/Prüm. Die Zukunft hat begonnen. So lautet der Titel eines Star-Trek-Films. Er könnte aber auch über dem neuen Projekt des Eifelkreises stehen. Dabei geht es allerdings nicht um Science Fiction oder alternative Welten. Es geht um nichts Geringeres als die Realität von morgen, die heute schon gestaltet werden will.
Dabei hat der Kreis in der Vergangenheit ja schon versucht, nichts zu verschlafen. Sondern es wurde bereits an den Grundlagen dafür gearbeitet, dass die Menschen gerne hier zu Hause sind - etwa mithilfe des Zukunftschecks Dorf, der Breitbandinitiative oder dem Ausbau der Kindertagesstätten.

"Jede einzelne Initiative leistet einen wichtigen Beitrag für die zukünftige Kreisentwicklung", sagt Landrat Joachim Streit. "Langfristig kann jedoch nur ein gestaltendes, vernetztes Gesamtkonzept gemeinsam mit den Orts- und Verbandsgemeinden eine erfolgreiche Entwicklung sichern."
Deshalb setzt man in der Verwaltung große Hoffnung in das Kreisentwicklungskonzept. Das soll eine Art Masterplan für die Zukunft sein. Der Kreis will in dem Projekt die zukünftige Entwicklung aktiv gestalten und dabei keinen Bereich außer Acht lassen. Sprich: Mobilität, Wohnen im Alter, Nahversorgung, Arbeit, Ehrenamt oder medizinische Versorgung. Wie wichtig dies gerade im größten und zugleich am dünnsten besiedelten Landkreis von Rheinland-Pfalz vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist, braucht man da ja niemandem erklären.

Und Land und Bund unterstützen die Sache, haben den Eifelkreis sogar als Modellregion ausgewählt. Nämlich auch noch für das Vorhaben "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität im ländlichen Raum".
Das bringt vor allem finanzielle Vorteile: Der Bund stellt für das Modellvorhaben 355 000 Euro bereit, Laufzeit: vermutlich bis Sommer 2018. Die Gesamtfinanzierung für das Kreisentwicklungsprojekt ist derzeit noch offen - unterstützt wird es jedoch vom Innenministerium Rheinland-Pfalz.

Noch etwas ist dem Kreis bei diesem Projekt wichtig: die Meinung der Bürger. Immerhin, so heißt es vonseiten der Verwaltung, seien sie es, die am besten wüssten, was auch zukünftig ein lebenswertes Leben im Eifelkreis ausmache.
Die Behörde setzt daher auf den direkten Austausch und hofft auf eine aktive Mitgestaltung - und lädt deshalb heute Abend alle Interessierten zur Auftaktveranstaltung in die Bitburger Stadthalle. Anfang des Jahres hatte der Kreis bei der Universtiät Trier eine Bürgerbefragung in Auftrag gegeben - bereits ein erster vorbereitender Schritt in Sachen Kreisentwicklungskonzept. Die Auswertung bestätige laut Kreisverwaltung, dass die Menschen im Eifelkreis überwiegend gerne dort leben und arbeiten. Und das soll auch so bleiben. Deshalb: nix wie hin.Extra

Los geht es heute Abend in der Bitburger Stadthalle um 18 Uhr mit Vorträgen. Es sprechen Landrat Joachim Streit, Robert Freisberg vom Innenministerium ("Der demographische Wandel: Kommunen wagen neue Wege"), Bernd Rittmeier vom Bundesministerium ("Modellvorhaben Versorgung und Mobilität im Ländlichen Raum") Christian Friedrich, statmath GmbH ("Eifelkreis 2030 - kleinteilige Bevölkerungsprognose") und Thomas Hoor von der Kreisverwaltung ("Das integrierte Kreisentwicklungskonzept des Eifelkreises"). Im Anschluss: Zeit für Gespräche an thematischen Treffpunkt-Stationen. Dort können Bürger Anregungen zur Kreisentwicklung abgeben. eib

Mehr von Volksfreund