Auszeichnung: Fleißige Rentner und aktive Dörfer

Auszeichnung : Fleißige Rentner und aktive Dörfer

Mit dem „Spar-Euro“ sind am Freitag in Mainz vorbildliche Projekte ausgezeichnet worden, die Steuergeld einsparen. Unter den Preisträgern sind der Eifelkreis Bitburg-Prüm und die Stadt Hillesheim.

Das Schwarzbuch des Steuerzahlerbunds kennen die meisten. Dort wird angeprangert, wo die öffentliche Hand mit teilweise haarsträubenden Projekten Geld verschwendet. Doch es gibt auch das Gegenteil: den „Spar-Euro“. „Das ist die andere Seite der- selben Medaille“, sagt René Quante vom Steuerzahlerbund in Mainz. Dieser „Spar-Euro“ wird heute an den Eifelkreis Bitburg-Prüm und die Stadt Hillesheim vergeben.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm wird das Projekt „Zukunfts-Check Dorf“ (ZCD) ausgezeichnet. Der Eifelkreis ist mit 234 Ortsgemeinden der Landkreis mit den meisten Dörfern. Dort leben knapp 100 000 Einwohner auf 160 Quadratkilometern. In 80 Prozent der Ortsgemeinden leben weniger als 500 Einwohner. Und mit dieser kleinteiligen Siedlungsstruktur und dem demografischen Wandel gebe es auch Probleme, schreibt der Bund der Steuerzahler in seiner Begründung für den Preis.

Die Finanzsituation vieler Dörfer sei nicht gerade rosig, es gebe Probleme mit der Nahversorgung. Hier setze der Zukunfts-Check Dorf an. Die Dörfer werden finanziell unterstützt, um ein Dorfentwicklungskonzept zu entwickeln. Die Gemeinden zahlen einen Eigenanteil von 1500 Euro, der Löwenanteil wird vom Eifelkreis getragen. Dabei geht es unter anderem darum, die Herausforderungen der Nahversorgung anzunehmen und das soziale Miteinander zu fördern. Auf diese Weise werden laut Steuerzahlerbund die Dorfgemeinschaft gestärkt und häufig auch neue ehrenamtliche Projekte initiiert.

„Wir können stolz sein auf diese Auszeichnung. Der ZCD ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern die Chance, Dorfentwicklung aktiv mitzu- gestalten und mit professioneller Unterstützung ihr Dorf in sozialen, infrastrukturellen und baulichen Belangen fit für die Zukunft zu machen“, sagt Landrat Joachim Streit zu der Auszeichnung. Durch die Dorfentwicklungskonzepte, die im Rahmen des Zukunfts-Checks Dorf erstellt werden, erspare der Kreis den 170 teilnehmenden Ortsgemeinden insgesamt rund 3 Millionen Euro.

In Hillesheim wird nach Ansicht des Steuerzahlerbundes beispielhaft das ehrenamtliche Engagement der Bürger gefördert. Seit 15 Jahren gibt es in Hillesheim eine Seniorengruppe, die bisher schon rund 6000 ehrenamtliche Stunden für die Stadt geleistet hat. Angefangen haben die rüstigen Senioren mit fünf Personen, mittlerweile ist die Gruppe auf 20 Frauen und Männer angewachsen. „Wir finden es gut, dass unsere Arbeit honoriert wird“, sagt Bruno Meyer stellvertretend für seine Mitstreiter. Beworben habe sich die Gruppe nicht selbst. Die Initiative sei von der Verbandsgemeindeverwaltung ausgegangen.

Rund 160 000 Euro habe die Stadt Hillesheim durch das Engagement der Rentner, die zwischen 65 und knapp 80 Jahre alt sind, schon eingespart, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung des Steuerzahlerbundes. Die Stadt unterstützt das Engagement mit Material und den notwendigen Arbeitsgeräten. Teilweise arbeiten die Ehrenamtler auch mit den Männern vom Bauhof zusammen.

Zu den Projekten der Rentner gehörten bisher die Herrichtung eines Spielplatzes, der Umbau der alten Markthalle in eine moderne Messehalle und die Pflege des Verkehrskreisels am Stadteingang. „Wer seine Senioren zu so viel gesellschaftlichem Engagement bewegt, hat sich den „Spar-Euro“ verdient“, heißt es vom Steuerzahlerbund. „Wir möchten mit der Auszeichnung auch Anreize für andere Gemeinden schaffen, ähnliche Projekte anzustoßen“, sagt René Quante vom Steuerzahlerbund Rheinland-Pfalz.

Insgesamt 15 Bewerbungen für den „Spar-Euro“ seien in diesem Jahr eingegangen, so  René Quante. Die öffentliche Ausschreibung werde durch Institutionen wie Städtetag oder Landkreistag an die Kommunen weitergegeben. Insgesamt seien aber in diesem Jahr 25 Projekte in die Auswahl gekommen, denn es seien auch Bewerbungen vom vergangenen Jahr berücksichtigt worden. „Wenn eine Idee im vergangenen Jahr gut war, ist sie ja in diesem nicht schlecht“, sagt Quante. Man wolle so den Kommunen nicht zumuten, sich in jedem Jahr neu zu bewerben. Die Stadt Hillesheim habe im vergangenen Jahr ihre Bewerbung eingereicht.

Der Zukunfts-Check Dorf soll den Gemeinden helfen, neue Projekte anzustoßen. Der Steuerzahlerbund hält das im Eifelkreis für preiswürdig. Foto: e_bit <e_bit@volksfreund.de>
-+- WG: Fotos Dasburg ------------------------------------------- Von: Linden Fritz-Peter Gesendet: Mittwoch, 1. Oktober 2014 16:46:48 An: Haustein-Teßmer Oliver; Ebner Nina; Pradelok Monika Betreff: Fotos Dasburg Diese Nachricht wurde automatisch von einer Regel weitergeleitet. Liebe Kollegen, anbei meine Auswahl. Sagt bitte Bescheid, ob überhaupt was auf die 1 geht. Sonst schlage ich eins davon für die Prümer Seite vor. Grüße, Fritz Fritz-Peter Linden Redaktion Tel: 06551 9595-31 - Fax: 06551 9595-39**** eli@s-Archivfoto **** Schöner Erfolg für die Eifelgemeinde Dasburg: Im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erreicht der Ort auf Landesebene den zweiten Platz. Ein Grund für das gute Abschneiden: das große Engagement der Bürger. Unser Foto zeigt, durch das Auge einer Skulptur des Künstlers Hubert Kruft gesehen, Burg und Gemeindehaus. fpl/TV-Foto: Fritz-Peter Linden Lokales Seite 9. Foto: Fritz-Peter Linden/g_pol1 <g_pol12@volksfreund.de>

Bevor die Jury die Auswahl getroffen habe, sei in Hillesheim nochmal gefragt worden, wie der Stand der Dinge ist, erläutert Quante.

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