Fliegen, Staunen und Springen

Fliegen, Staunen und Springen

UTSCHEID. Zwei tolle Tage in der Luft: Zum Flugtag des Segelflugvereins Südeifel kamen tausende Luftsportbegeisterte. Die Flugvorführungen wurden bestaunt und die vielen Mitflugangebote wahrgenommen.

Die Fliegerei übt eine besondere Faszination auf die Menschen aus. Vielen genügt es, sich die tollen fliegenden Kisten der Luftfahrtgeschichte einfach nur anzuschauen. Andere wollen mitfliegen und wiederum andere wollen nur eines: selbst fliegen. Für alle, gleich aus welchem Lager, boten die Flugtage in Utscheid genau das. "Wer einmal von diesem Virus infiziert ist, den lässt er nicht mehr los", sagt Jörg Eppers. Er ist der Vorsitzende des Segelflugvereins Südeifel in Utscheid und weiß, wovon er redet. Natürlich fliegt auch er. Aber nicht an diesem Wochenende. Mit Warnweste und Funkgerät agiert er wie etliche andere auch auf dem Vorfeld. Aufmerksam verfolgt er das Geschehen am Funkgerät.Über 40 Leute sorgen für reibungslosen Ablauf

Mit mehr als 40 Leuten ist der Verein hier tätig, um alles im Griff zu haben. Und das ist notwendig: Flugbewegungen im dreistelligen Bereich verzeichnen die Verantwortlichen im Tower. Jupp Krämer, gleichsam das Sprachrohr der Utscheider Segelflieger, kommentiert das Geschehen. "Genießen sie jetzt den Formationsflug der drei Piloten mit ihren Yak 52 Maschinen. Sie fliegen unter Anweisung eines erfahrenen Fliegers der ,Patrouille de France' und haben ihr Programm verfeinert und harmonieren perfekt miteinander", erklärt Krämer das Geschehen am Himmel. Er kennt jedes Flugzeug, jeden Piloten hier vor Ort und kann zu allem etwas sagen. Den Formationsflug zählt er neben den Flugführungen des wendigen Hubschraubers Hughes 300, dem kunstflugtauglichen Doppeldecker "Christen Eagle" und den Segelflugvorführungen zu den Höhepunkten des Flugtages. Zahlreiche Maschinen der Gastpiloten sind auch an diesem Sonntag nach Utscheid gekommen: Sportflugzeuge, Kunstflieger und Ultraleichtflieger. Gerne gebucht wurden auch die Hubschrauberrundflüge, die Pilot Peter Heck von "Sky Heli" mit einer "Bell Long Ranger" durchführte. Michael Antoine aus Rittersdorf entschied sich für einen Tandemsprung am Fallschirm mit Andreas Valentin von der Sprungschule "Air Scout" aus Bitburg. "Der Junge ist richtig fit, und ich freue mich ungemein auf den Sprung", sagt Antoine und lässt sich am Boden in die Absprungtechnik einweisen. Dann geht es los bis auf eine Höhe von 4000 Metern. "Der freie Fall dauert etwa 45 Sekunden, der Flug am Schirm dann etwa sieben Minuten", beschreibt Valentin den Ablauf. "Wir sind am Ende sehr zufrieden. Unsere Bedenken wegen des Wetters haben sich - Petrus sei Dank - schnell zerstreut. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Antonov wetterbedingt nicht nach Utscheid kommen konnte. Wieder einmal sind viele Zuschauer gekommen. Das freut uns sehr. Das zeigt einerseits das hohe Interesse am Luftsport, und andererseits sehen wir damit unsere konkrete Arbeit bestätigt", resümiert Eppers am Sonntagabend.