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Flugzeugabsturz: Tote aus der Eifel

Flugzeugabsturz: Tote aus der Eifel

Einen Tag nach dem tragischen Absturz eines Ultraleichtflugzeugs mit zwei Toten im Wald Bedhard bei Birtlingen haben Staatsanwaltschaft und Gutachter gestern die Unfallstelle untersucht. Nach bisherigem Kenntnisstand wird davon ausgegangen, dass die Ursache ein technischer Defekt war.

Ein Hubschrauber kreist über dem Waldstück. Die darin sitzenden Polizisten suchen aus der Luft nach weiteren Teilen des Ultraleichtflugzeugs, das am Mittwoch gegen 19 Uhr aus bislang noch ungeklärter Ursache über dem Wald abgestürtzt ist. Augenzeugen berichten, sie hätten zur Unfallzeit einen unbemannten Fallschirm am Himmel gesehen. Ob es sich dabei tatsächlich um einen Fallschirm gehandelt hat oder aber um die Hülle des Schirms, die in einer Baumkrone hängt, ist unklar. Tatsache ist aber, dass der Ultraleichtflieger mit einem Schirm ausgestattet war. Dieser dient dazu, den Flieger bei technischen Problemen halbwegs sicher zu Boden zu bringen. Möglicherweise hat der Pilot den Fallschirm noch aktiviert. Doch Genaueres kann laut Polizei erst gesagt werden, wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind.

Was man allerdings weiß, ist, dass die beiden verunglückten 50- und 59-jährigen Männer aus dem Eifelkreis stammen und dass sie kurz vor dem Unfall vom Bitburger Flugplatz gestartet sind. Der Pilot, selbst Fluglehrer mit mehr als drei Jahrzehnten Flugerfahrung, war nachmittags noch bei der Versteigerung der Flugplatzanteile dabei gewesen.

"Wir gehen derzeit davon aus, dass das Flugzeug in der Luft auseinandergebrochen ist", sagt Peter Mayer, leitender Ermittler der Kriminalpolizei Wittlich, der am Tag nach dem Unfall mit Gutachtern der Staatsanwaltschaft und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig die Trümmer der Maschine untersucht. Die Gutachter fotografieren jedes Detail, suchen nach Hinweisen, die zur Klärung der Absturzursache beitragen können. Dass der Flieger nicht erst beim Aufprall zerstört wurde, dafür sprechen die Teile, die im weiteren Umfeld des Flugzeugwracks gefunden wurden. Einige hängen hoch oben in den Bäumen und können nur mit Hilfe eines Kranwagens sichergestellt werden.

Nachdem vor Ort alles dokumentiert worden ist, werden die Teile auf einen Lastwagen geladen und zur Bereitschaftspolizei Wittlich abtransportiert. Dort sollen sie weiter untersucht werden. Zusätzliche Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler auch aus der Obduktion der beiden Männer. Sie waren beide bereits tot, als der Rettungsdienst am Mittwochabend an der Unfallstelle eintraf. Die Suche nach der genauen Absturzstelle war für DRK und Feuerwehr nicht einfach, da diese mitten im Wald (Bedhard) liegt und die Helfer deshalb zunächst suchen mussten.