Flurbereinigung beendet

Der Wert landwirtschaftlicher Flächen soll stabil bleiben und Eigentümer sollen mehr Rechtssicherheit bekommen: Deswegen hatte es in Üttfeld eine Flurbereinigung gegeben. Sie ist jetzt abgeschlossen.

Üttfeld. (red) Komplett erneuertes Liegenschaftskataster und mehr Rechtssicherheit für Grundstücksbesitzer: Die Flurbereinigung in Üttfeld ist beendet. In Niederüttfeld haben sich Ortsgemeinde, Betroffene und das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel jetzt zu einer abschließenden Sitzung getroffen. Das Verfahren war noch vom Kulturamt Prüm auf Anregung von Landwirten und Ortsgemeinde beantragt worden. Das DLR Eifel war für das sogenannte vereinfachte Flurbereinigungsverfahren verantwortlich.

Mit der Zusammenlegung von Flächen im Verhältnis von 4:1, der Bildung großer Bewirtschaftungseinheiten und einem bedarfsgerechten Wegebau, auch im Waldbereich, wurden gemeinsam mit den Eigentümern Strukturen geschaffen, die zur Existenzsicherung der wirtschaftenden Betriebe, zur Nutzung und zum Werterhalt der Flächen wesentlich beitragen, wie es in einer Mitteilung der DLR heißt.

Mit einer flächendeckenden Neuvermessung und der Regulierung der Ortslagenbereiche sei das Liegenschaftskataster komplett erneuert und für die Eigentümer sinnvolle und eindeutig abgemarkte Grundstücke geschaffen worden. Damit sei auch die erforderliche Rechtssicherheit geschaffen worden.

Die Kosten des Verfahrens von etwa 1,4 Millionen Euro würden mit 87 Prozent von der Europäischen Union, Bund und Land gefördert. 164 Euro je Hektar Neubesitz entfielen auf die Eigentümer. Etwa 734 000 Euro wurden in den Ausbau neuer Wege investiert. Der Ortsgemeinde konnte so ein Netz von insgesamt 21 Kilometern Wege unentgeltlich übertragen werden.

Ziel der Flurbereinigung sei es gewesen, den Landwirten die Arbeit zu erleichtern und ihnen die Möglichkeit zu geben, Kosten einzusparen. Außerdem sollte der Wert von Böden stabilisiert werden, indem die Verpachtungsmöglichkeiten verbessert wurden. Mit berücksichtigt worden seien besonderer Biotope, die Renaturierung von Bachauen, eine nachhaltige Dorfentwicklung und die Förderung des Tourismus.