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Förderverein der Marienhausklinik Bitburg hat einen neuen Vorstand

Soziales Engagement : Führungsteam der Krankenhausförderer wird jünger

Mit jüngeren Menschen im Vorstand will der Förderverein des Bitburger Krankenhauses in die Zukunft gehen. Der neue Vorsitzende ist jedoch ein alter Bekannter.

Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Diskussion über die Notwendigkeit kleinerer Krankenhäuser immer lauter wurde, stand der Förderverein der Marienhausklinik Bitburg ohne handlungsfähigen Vorstand da. So fasst Hermann Schlösser die Situation zusammen, die mit der jüngsten Mitgliederversammlung beendet wurde. Er hatte die Leitung des Vereins nach dem überraschenden Tod des langjährigen Vorsitzenden Werner von Schichau im September vergangenen Jahres vorübergehend übernommen und die Verjüngung des Vorstand vorbereitet, die jetzt vollzogen wurde.

Schlösser (78) gehört dem Gremium als stellvertretender Vorsitzender zwar weiterhin an, neben ihm fungiert aber auch Kerstin Walerius als Stellvertreterin des Vorsitzenden. Sie stammt aus Irrel, ist 29 Jahre alt und sagt: „Ich bin also im Eifelkreis groß geworden. Das ist der Grund, warum ich selber genau weiß, wie wichtig es ist, eine nahe gelegene medizinische Versorgung zu haben. Auch ich war schon mehrfach darauf angewiesen und finde, dass es auch die Aufgabe der jüngeren Generation ist, einen Beitrag dafür zu leisten, dass das Bitburger Krankenhaus weiterhin erhalten bleibt und seine Standards noch verbessert werden können! Aufgrund dessen bin ich bereit Verantwortung zu übernehmen und bin dankbar für die Unterstützung und das Vertrauen, welches mir entgegen gebracht wurde.“

Nicht ganz so jung, vielmehr im Bitburger Vereinsleben ein alter Bekannter ist der neue Vorsitzende: Edgar Bujara. Er ist 63 Jahre alt, stand bis Mai 2019 an der Spitze des Gewerbevereins und hat wohl auch gleich das jüngste Vorstandsmitglied zum Mitmachen motiviert: Denn Schriftführerin ist Katrin Bujara (28), die erzählt: „Als mein Vater mich fragte, ob ich mir vorstellen könnte, im Vorstand des Krankenhaus Fördervereins aktiv mitzuwirken, war für mich klar, das ich nicht nur meinen Vater unterstützen, sondern auch aktiv am Erhalt unseres Krankenhauses mitarbeiten möchte. Unsere Familie ist eng mit dem Krankenhaus verbunden, mein Opa Klaus Becker war maßgeblicher Initiator der Gründung des Fördervereins. Auch daher ist es mir eine Herzensangelegenheit hier mitzuarbeiten. Die Arbeit des Fördervereins finde ich sehr wichtig, denn hier können zusätzliche Gelder akquiriert werden, die der Ausstattung des Krankenhauses zugute kommen. Ich bin dankbar für das Vertrauen, das mir seitens der Mitglieder entgegengebracht wurde und freue mich auf eine spannende und zielführende Wahlperiode mit einem sehr engagierten Vorstand.“

Seit seiner Gründung 1993 hat der Förderverein 900 000 Euro für das Bitburger Krankenhaus, das mit rund 600 Mitarbeitern auch einer der größten Arbeitgeber in Bitburg ist, gesammelt. „Das ist enorm viel“, sagt die neue und alte Schatzmeisterin Irene Mees. Und wenn es nach dem neuen Vorstand geht, soll es noch deutlich mehr werden. Edgar Bujara will den Verein, der zurzeit 515 Mitglieder hat, stärker in der Öffentlichkeit sichtbar machen.

Eine erste Idee hat er dazu bereits: Wenn die Umgestaltung des Parks „Maximiner Wäldchen“ im kommenden Jahr abgeschlossen ist, kann er sich ein großes Familienfest zur Einweihung vorstellen, bei dem der Förderverein eine führende Rolle spielt. Bei der Vorstandsarbeit werde er allerdings kein „Alleinunterhalter“ werden, betont Bujara.

Wer den Förderverein als Mitglied unterstützen will, kann dies ab einem Mindestbeitrag von zehn Euro pro Jahr tun. Beitrittsformulare und eine Übersicht zu Vergünstigungen für Mitglieder bei Krankenhausaufenthalten gibt es auf Homepage des Krankenhauses www.marienhaus-klinikum-eifel.de