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Förster setzen sich für mehr Erholung in Wäldern in der EIfel ein

Umwelt : Neuausrichtung zwischen Bäumen: Aus Wirtschaftswald wird bei Bitburg Erholungswald

Immer mehr Menschen zieht es in den Wald. Im Bitburger Forstrevier steht deshalb eine Neuordnung der Unterteilung zwischen Erholungs- und Wirtschaftswald an.

Vor gut 40 Jahren wurde der Wald der Stadt Bitburg der sich auf die Gemarkungen Bitburg, Mötsch, Matzen und Erdorf sowie Sefferweich und Neidenbach verteilt, in zwei Bereiche gegliedert: in Wirtschaftswald und Erholungswald. Dass dabei der Bewirtschaftung seinerzeit eine weitaus größere Bedeutung zugewiesen wurde als der Erholung, zeigt sich am auch heute noch gültigen Verhältnis der beiden Nutzungsformen.

Während der Wirtschaftswald rund 800 Hektar umfasst, wurden dem Erholungswald, bestehend aus Königswäldchen und Kolmeshöh, gerade einmal gut 80 Hektar zugeordnet. Zwischenzeitlich jedoch haben sich auch in den Wirtschaftswäldern die Erholungssuchenden ausgebreitet. Ein Trend, den Corona noch verstärkt hat. „Wir sehen vor allem im Bedhard und im Mötscher Wald eine immer stärkere Nutzung“, sagt Revierförster Otmar Koch. So hätten gerade diese beiden Wälder in den vergangenen zehn Jahren durch die Ausweisung einer Nordic-Walking-Strecke, die Schaffung von Wanderwegen, die Aufgabe der militärischen Nutzung im Bedhard und die Erschließung von Neubaugebieten für Freizeitzwecke an Bedeutung gewonnen.

Der Revierförster hat deshalb angeregt, die bisherige Einteilung der neuen Nutzung anzupassen. Ein entsprechender Entwurf dazu wurde bereits vor wenigen Tagen im Hauptausschuss präsentiert und beschlossen und liegt nun auch dem Stadtrat zur Abstimmung vor.

Demnach ist vorgesehen, den Wald auf der Gemarkung Mötsch sowie den städtischen Teil des Bedhards südlich der B50 künftig ebenfalls dem Erholungswald zuzuordnen. Wie Koch erklärt, gehe es bei dieser Neuordnung aber nicht darum, das Holz schlagen in den Gebieten komplett einzustellen. Das sei weder sinnvoll noch geplant. Durch die neue Ausrichtung können aber der dort vorhandene Bestand der alten Eichen geschützt und die Nutzung über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, sagt der Förster.

Zudem bestehe auch die Möglichkeit, die Nutzung des Bedhards durch die Gestaltung von Wegen so zu lenken, dass es zu möglichst wenigen Berührungspunkten zwischen Erholung und Bewirtschaftung komme.