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Folklore-Festival: Wiedersehen macht Freu(n)de! (Fotos)

Folklore-Festival: Wiedersehen macht Freu(n)de! (Fotos)

Leute treffen ist beim Folklore-Festival Programm. Die ganze Stadt lebt - Tanz und Musik an allen Ecken und Enden und Gruppen aus aller Herren Länder sorgen für internationales Flair.

Folklore-Festival: Wiedersehen macht Freu(n)de! (Fotos)
Foto: Markus Angel
Folklore-Festival: Wiedersehen macht Freu(n)de! (Fotos)
Foto: Klaus Kimmling
Folklore-Festival: Wiedersehen macht Freu(n)de! (Fotos)
Foto: Klaus Kimmling

Bitburg Wenn Bitburg in Feierlaune ist, dann richtig: Morgens, mittags und abends geht es weiter. Ein buntes Programm macht's möglich. Ein paar Folklore-Festival-Impressionen vom Wochenende:

Unterwegs mit dem Traumschiff: Dieses Jahr ist der Bürgermeister beim vom Trierischen Volksfreund moderierten Treff der Kulturen als Kapitän des Traumschiffs unterwegs. So sind wir also gemeinsam mit rund 400 Zuschauern in See gestochen - grob überschlagen 48 000 Kilometer von Lettland über Italien und Bulgarien, die USA bis nach Serbien und die Slowakei und über Irland und Großbritannien zurück nach Bitburg. Tanz- und Musikensembles 14 verschiedener Nationen haben sich auf dem Spittel präsentiert. Es wurde gesteppt, Fahnen geschwungen - und der Bürgermeister hat getanzt, Euphonium gespielt und zum Abschluss auch noch dirigiert.

Sie spielen und spielen und…: Zwei Gruppen, die seit Jahrzehnten anreisen, um das Multikulti-Spektakel zu erleben: die Götz Buam aus Jagsthausen und die Band Coronation Brass aus Wales. Brexit hin oder her: Wenn es um Bitburg geht, bleibt Coronation Brass drin. Das ist gut so, denn beide Formationen haben längst ihre Fangemeinde in der Eifel. Und bringen auch die für das Fest erforderliche Trinkfestigkeit und Feierlaune mit. Da wird auch nach Mitternacht noch mal gespielt und gesungen.

Das Fass ist außer Kontrolle: Beim Bierfassrollen in der Trierer Straße waren diesmal 17 Teams am Start. Es gilt, die 20-Liter-Fässer möglichst elegant durch den kniffligen Parcours zu bringen. Das gelingt nicht immer, weshalb der Kommentar "Das Fass ist völlig außer Kontrolle" von Moderator und Organisator Bernd Quirin schon ein geflügeltes Wort ist. Bei den Frauen hat die Gruppe "Schnelle Eifel-Mädels" das Rennen gemacht, bei den Männern das Team der Freiwilligen Feuerwehr Orsfeld. Immer wieder Orsfeld... Naja, man muss auch mal gönnen können.

Wer sich nass macht: Die neue Spielstätte des Festivals, der Brunnen am Konrad-Adenauer-Platz, war ein beliebter Treffpunkt. Hier gab es Liegestühle, die Bänke wurden einfach in den Brunnen gestellt, die Füße gekühlt und später sind die Götz Buam dann musizierend durchs Wasser gezogen. Und abends mit Live-Musik von Nico Mono hat das Programm gepasst.

Temperament und Gänsehaut: Der feierliche Einzug der Ensembles zu den Nationalhymnen ihrer Länder am Samstagabend ist Höhepunkt des Festes - und wohl der Grund, warum der Bitburger Musikverein so viele Nationalhymnen im Repertoire hat wie kaum ein anderer Verein. Spätestens, wenn Freude schöner Götterfunken erklingt, ist Gänsehaut garantiert. Publikumsliebling dieses Jahr: ganz klar die Gruppe aus Bolivien.

Erster Preis für Textsicherheit: Die Waliser von Coronation Brass dürften wohl die einzige Gastgruppe sein, die die lokale Hymne "Hey lustisch Beberiger Jungen" kennt und spielen. Und als die dann zum Abschluss des Treffs der Kulturen gespielt wurde, hat sich eine Herrenrunde besonders mit Textsicherheit hervorgetan: die Gruppe am Tisch um Michael Ludwig, Hanno und Alex Kurth sowie Guido Meyer. Ob es das Gründungstreffen eines neuen Männergesangvereins war? Mal abwarten!

Da wird's auch schon mal später: Zur Rocknacht mit der Coverband Still Collins war das Zelt proppenvoll, die Stimmung top - und auf dem Festplatz soll es bis in den Morgen gegangen sein - Samstag und Sonntag das Gleiche. Man sieht sich, hört Musik, lernt neue Leute kennen oder trifft alte Bekannte. Auch viele der Tanz- und Musikensembles sind nicht zum ersten Mal nach Bitburg. Es entstehen Freundschaften. Wer einmal hier war, kommt gerne wieder.

Noch lange nicht Schluss: Am heutigen Montag kann man auf den fahrenden Festival-Zug noch aufspringen. Es gibt weiter Tanz und Musik auf den Bühnen der Stadt. Auf dem Rummelplatz ist Familientag, und um 15 Uhr steigt die Firmen-Challenge auf dem Festplatz. Die Abschiedsgala der Folklore-Ensembles beginnt um 19.15 Uhr im Zelt. Draußen spielen "Freaky Voices".