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Folklorehauptstadt Bitburg: Festival lockt mit Tanzensembles und Public Viewing zum Finalspiel der Fußball-EM

Folklorehauptstadt Bitburg: Festival lockt mit Tanzensembles und Public Viewing zum Finalspiel der Fußball-EM

Nach dem Jubiläumsjahr 2015 ist es für die Stadt Bitburg nicht leicht, beim Programm für das Europäische Folklore-Festival noch eine Schippe obendrauf zu legen. Der TV hat mit den Organisatoren gesprochen und stellt das Programm der Veranstaltung, die in einem Monat startet, vor.

Samba aus Kolumbien oder amerikanischer Stepptanz: Das Jubiläums-Folklore-Festival "50 Jahre Folklore-Festival" im vergangenen Jahr hatte viele Höhepunkte zu bieten. Dass die Veranstaltung nach dem Jubiläumsjahr, in dem 53 Folkloregruppen mit 1700 Teilnehmern auftraten, da nicht ganz so bombastisch ausfällt, kann man sich fast denken. Doch mit 35 Gruppen und 1100 Teilnehmern aus 16 Ländern bringt auch das Folklore-Festival 2016, das am Freitag, 8. Juli, startet, neue Gesichter und Tänze in die Bierstadt.

Nur eine einzige der ausländischen Gruppen, die für das gesamte Wochenende anreisen, war bereits schon auf dem Fest der Kulturen zu sehen: die Folkloregruppe Demizon aus Tschechien. Ansonsten bringen Folkloretänzer aus Montenegro, Italien, Ungarn und vielen weiteren europäischen Ländern frischen Wind in das Traditionsfest.

Organisation: Seit Kindesalter kennt Michaela Noe, Teamleiterin des Kulturamt der Stadt Bitburg, das große Fest, das sie bereits seit 1998 mit organisiert. Seit fünf Jahren trägt sie dafür die Hauptverantwortung.

In diesem Jahr steht ihr dafür ein Budget von 125 000 Euro zur Verfügung. "Die Anmeldung der Gruppen lief in diesem Jahr etwas schleppend. Man merkt, dass es für die Folkloretänzer immer schwieriger wird, von ihren Arbeitgebern zu dieser Zeit Urlaub zu bekommen." Die ständig wechselnden Gruppen aus unterschiedlichen Ländern stellen Noe jedes Jahr vor eine neue Herausforderung. "Da geht es um Visa, Transporte vom und zum Flughafen und natürlich die Unterbringung." Bereits eine Woche, nachdem das Folklore-Festival über die Bühne ist, beginnen in jedem Jahr auch schon die Vorbereitungen für das nächste Fest. Deshalb gilt für Noe das Motto "nach dem Folklore-Festival ist vor dem Folklore-Festival." Doch trotz schleppender Zusagen seitens der Teilnehmer haben mittlerweile 35 Gruppen zugesagt, darunter 25 Musikvereine und Ensembles aus dem Umland. Noe: "Etwas Exotisches aus Übersee haben wir dieses Jahr leider nicht dabei. Aber wir können den Folklorefans trotzdem eine bunte Mischung mit vielen neuen Ensembles bieten."

Hinter den Kulissen sind wieder 400 Vereinsmitglieder im Einsatz, die das Fest mit ihren 1900 ehrenamtlichen Arbeitsstunden erst möglich machen. Wie in jedem Jahr werden zwischen 60 000 und 80 000 Besucher erwartet.

Das ist neu: Das Folklore-Festival 2016 hat einige Innovationen zu bieten: So endet der sonntägliche Festumzug in diesem Jahr nicht im Nirgendwo in der Trierer Straße, sondern auf dem Festplatz am Alten Gymnasium, wo die Gruppen nochmals vom Publikum begrüßt werden können und weitere Tänze zeigen.

Mit der Firma Schneider Promotion und Transport aus Speicher hat das Folklore-Festival auch einen neuen Festwirt, der das Zelt stellt, für die Sicherheit sorgt und den Betrieb regelt. Für den Getränkeverkauf im Zelt und auf dem Festplatz sind in Kooperation aber weiterhin die Caterer Ulrich Hormesch und Hajo Römer zuständig, die eine gute Nachricht zu verkünden haben: "Der Bierpreis im Festzelt sinkt." Zahlten Besucher dort im vergangenen Jahr für ein 0,3-Liter-Glas 3,50 Euro, kosten 0,3 Liter Bier dort in diesem Sommer 3 Euro. Auf dem Festplatz gibt es 0,25-Liter-Bier zum Preis von 2,50 Euro. Zum Bezahlen braucht man aber keine Wertkarten mehr. Krebs: "Man kann an allen Ständen direkt mit Bargeld bezahlen. Das macht es den Besuchern leichter."

Auch für den Sonntagabend gibt es eine Programmänderung: "Der Tanzabend fällt aus. Dafür wird auf einer Leinwand im Zelt das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft ausgestrahlt", verrät Manuel Krebs, Projektleiter bei Schneider Promotion. Ebenfalls neu: Der Montagnachmittag gehört jetzt nicht mehr den Senioren, sondern den Firmen:
Auf der Volksbank-Eifel-Firmen-Challenge treten Firmenteams in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander an.
Anmeldung zur Firmenchallenge für Teams mit jeweils fünf Mitarbeitern per E-Mail an
folklore@promotion-transport.deProgramm

Freitag, 8. Juli: Einlass ins Festzelt ist ab 19.30 Uhr, Fassanstich um 20 Uhr. Um 20.30 Uhr beginnt die Rocknacht mit der U2-Tribute-Band "Achtung Baby" (Vorverkauf: 10 Euro; Abendkasse: 13 Euro).Samstag, 9. Juli: Der Treff der Kulturen startet um 10 Uhr auf der Bühne Am Spittel. Das Bierfassrollen in der Trierer Straße beginnt um 13.30 Uhr. Ein Kinderfolklorefest gibt es um 15.30 Uhr. Der Einzug der Nationen ins Festzelt beginnt um 20 Uhr.Sonntag, 10. Juli: Folkloristische Gottesdienste gibt es am Sonntag ab 9.30 Uhr in der evangelischen Kirche und ab 10 Uhr in den katholischen Kirchen St. Peter und Liebfrauen. Ebenfalls um 10 Uhr beginnen die Frühschoppenkonzerte auf den Außenbühnen. Um 14.30 Uhr startet der Festumzug durch die Innenstadt, der gegen 16 Uhr auf dem Festplatz endet. Im Anschluss startet im Zelt die Veranstaltung Tanz und Töne. Ab 21 Uhr wird das Finale der Fußball-EM ausgestrahlt.Montag, 11. Juli: Tagsüber sind Musik- und Folkloregruppen in der Innenstadt unterwegs. Die Volksbank-Eifel-Firmen-Challenge startet im Festzelt um 15 Uhr. Ab 19 Uhr spielt dort die Coronation-Brass-Band aus Großbritannien. cmo