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Forscher und Hersteller zusammenbringen

Forscher und Hersteller zusammenbringen

NIEDERWEILER/FLERINGEN/PRÜM. (cus) Die Mainzer Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen will sich für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen einsetzen.

Seit einem Jahr läuft die "Innovationstour" der bündnisgrünen Landtagsfraktion. Im Kreis Bitburg-Prüm besuchten Fraktionssprecherin Ise Thomas und die heimische Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken drei ausgewählte Betriebe. Das Landhotel Wenzelbach in Prüm setzt die Dachmarke Eifel in der Gastronomie um. Die Schnapsbrennerei Alfred Hauer in Niederweiler ist für die Bündnisgrünen ein weiteres Beispiel dafür, wie eine qualitätsorientierte regionale Vermarktungsstruktur Zukunftschancen im ländlichen Raum sichern kann. Die mehrfach ausgezeichnete Firma Meikowe in Fleringen hat ein Rücknahmesystem für alte Elektrogeräte entwickelt und engagiert sich in der Solarenergie. Rainer Wirtz von der Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung machte die Delegation darauf aufmerksam, dass der Innovationstransfer noch in den Kinderschuhen stecke. "Die Hochschulen besinnen sich zu wenig auf Kooperationsmöglichkeiten mit Unternehmen und Initiativen. Die Arbeit ist zu wenig an konkreten Fragestellungen in der Region orientiert", stellte Ise Thomas fest. Sie forderte, Forscher und Hersteller themen- und branchenspezifisch zusammenzubringen. Die Wirtschaftsförderung dürfe sich nicht nur um Existenzgründer kümmern, sondern müsse auch Bestandspflege betreiben. Bei einer Ausdehnung von "Regionen aktiv" zur "Zukunftsinitiative Eifel" mit Einbeziehung von zehn Landkreisen sollten die bisher erfolgreichen Gruppen vor Ort nicht vernachlässigt werden. "Daran wollen wir mitwirken und Anregungen einbringen", sagte Höfken. Als Schwerpunkte nannte die Ingendorferin Holznutzung, Gebäudesanierung inklusive umweltfreundlicher Energie sowie Lebensmittel-Produktion und -Vermarktung. "Nicht so innovativ finden wir den Flugplatz Bitburg", tadelte Höfken. Es werde viel Geld für Instrumentenflug eingesetzt in einem Raum, dessen Bevölkerung abnehme und der eine wenig flugaffine Unternehmensstruktur aufweise. "Das Land ist nicht in der Lage, für einen weiteren Flugplatz Defizite zu übernehmen", ergänzte Thomas. Die drohende Lärmbelastung sei kontraproduktiv auch für die Entwicklung des sanften Tourismus.